Durchschnitts-Wertung
3,1
2417 Wertungen
Deine Meinung zu Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels ?
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Grade die DVD mal wieder im Player gehabt und der Film reiht sich von der Grundatmo her und natürlich über den Hauptcharakter, sowie die leading Lady wunderbar in die ersten Filme ein. Natürlich muss man im selben Atemzug sagen, dass auch neue Dinge Einzug halten... sei es Shia LaBoeuf oder die CGI Effekte. Dennoch ein Indy der alt genug daherkommt um als neuer Indy noch funktionieren zu können;).
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Actionreich, herrlich überzogen und klischeehaft, mit einer überzeugenden Darstellerriege. Aber warum sind bloß gerade die special effects an vielen Stellen so billig??
Kino:
Anonymer User
1,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Nachdem viele Drehbücher in der Vergangenheit abgelehnt wurden, einigte sich das Erfolgstrio um Spielberg, Lucas und Ford endlich auf ein Drehbuch. Wenn man den vierten Teil der äußerst erfolgreichen Abenteuer-Reihe nun jedoch gesehen hat, muss man sich fragen, wie schlecht die abgelehnten Drehbücher erst gewesen sein mussten. Denn in diesem Film stimmt leider so gut wie gar nichts.

Daher das Positive vorneweg: Der Film scheitert nicht an Harrison Fords Alter. Obwohl Indiana Jones verständlicherweise langsamer und weniger geschmeidig ist, als in den alten Filmen, fügt sich Harrison Ford dennoch einfach perfekt in seine Rolle. Sein Charme ist ungebrochen, doch das Drehbuch schränkt ihn leider allzu sehr ein. Coole Sprüche und Witze sind Mangelware und auch ansonsten wird Indiana teilweise zum Nebendarsteller degradiert. So übernimmt sein Sohn, Mutt Williams (Shia LaBeouf), immer wieder die Initiative - wohl auch, weil er in Teil fünf die Hauptrolle übernehmen soll. Ein Milchbubi-Rebell mit zuviel Pomade im Haar - das ist es nicht, was die Fans sehen wollen.

Auch die restlichen Nebendarsteller bleiben erschreckend blass, doch lässt auch hier das Drehbuch nicht mehr zu. Die Charaktere sind unverständlich eindimensional und selbst Cate Blanchett, als böse KGB-Agentin Irina Spalko, weiß nicht zu überzeugen. Als Zuschauer hat man nie das Gefühl, dass sie Indiana Jones gefährden könnte. Das schauspielerische Talent von John Hurt als Professor Oxley ist ebenfalls verschenkt, fungiert er doch nur als brabbelnder Stichwortgeber. Weiterhin übernimmt zwar Karen Allen, wie im ersten Teil, wieder die Rolle von Marion Ravenwood - leider ist sie jedoch keinesfalls mehr so rau und frech wie früher.

Die erstaunlich wirre Story legt infolgedessen auch selten Wert auf die zwischenmenschlichen Beziehungen, sondern reiht Actionszene an Actionszene und das ohne Sinn und Verstand (Wer den Film noch nicht gesehen hat, der liest an dieser Stelle lieber nicht mehr weiter!).

Einem Indiana-Jones-Film mag man fehlenden Realismus natürlich verzeihen, wenn Indiana jedoch eine Atombombenexplosion in einem Kühlschrank überlebt, dann ist das dann doch etwas zuviel des Guten. Endgültig den Kopf schütteln muss man jedoch, wenn Shia LaBeouf sich wie Tarzan von Liane zu Liane hangelt und dann zusammen mit einigen Affen, die er kurz zuvor "kennen gelernt hat", die Russen angreift. Erschreckend ist daran außerdem, dass die CGI-Aufnahme dieser Szene äußerst mittelmäßig daher kommt. Diese Mittelmäßigkeit der Spezialeffekte zieht sich außerdem durch den ganzen Film und die Ankündigung, dass man den Film im altmodischen Abenteuer-Stil drehen wolle, bewahrheitet sich in keinster Weise.

Was die Fans jedoch am meisten erzürnen dürfte, ist das Finale des Films. Wenn schließlich Aliens in einem Indiana-Jones-Film auftauchen, dann fragt man sich endgültig, ob man im falschen Film ist und hofft, dass gleich Mulder und Scully übernehmen. Zu allem Überfluss sehen diese Aliens dann auch noch aus, als wären sie einem x-beliebigen B-Movie entsprungen und auch ihre "Untertasse" entspricht jedem nur möglichen Klischee.

Fazit: Als Abenteuerfilm wie jeder andere mag "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" noch einigermaßen zu überzeugen. Als Teil der erfolgreichen Abenteuer-Reihe um den unkonventionellen Archäologen Indiana Jones enttäuscht dieser Film jedoch auf der ganzen Linie.
Kino:
Anonymer User
1,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
der film reicht nicht das wasser an die vorgänger. er war ok aber nicht einer von den filmen den ich mir ein zweites mal angucke oder auf die dvd erscheinung warte
Kino:
Anonymer User
1,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Indy4 war dem Anschein nach nur Testmaterial für Industrial Light and Magic.



Man hat die Charaktere, ob Neben- oder Hauptcharakter, die Indy 1-3 ausmachten vernachlässigt und stattdessen auf Action und Effekte gesetzt. Das Mystische aus den ersten drei Teilen wurde ganz weggelassen und die Story ist ziemlich plump und einfallslos.

Ab und zu kommt der Witz der alten Teile auf aber ziemlich rar gesät.







--- Spoiler ----



Ständig nur: Hut aufheben, jemand sagt: "Jones" dann wieder: "Jonsie" "Jones", Hut wird aufgehoben, "Jones", Hut aufheben.

Atombombe mit ca 500m Abstand in einem Kühlschrank der eigentlich selbst als Todesfalle gilt überleben und den Hut aufheben. Mehrmals durchaus tötliche "Unfälle" überleben und den Hut danach aufheben. Jones!!! Heiraten und den Hut aufheben !!!!! JONES !!!!!!!!!!



:(((
Kino:
Anonymer User
1,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Was soll ich sagen...



Ich habe bereits viele Filmkritiken geschrieben auf diversen Seiten, doch selten hat mich ein Film derart enttäuscht wie Indiana Jones 4. Ich bin mit geringen Erwartungen ins Kino gegangen. Ich sagte mir: "Ich erwarte einen lustigen Film, der sich nicht allzu ernst nimmt. Mit guter Action und lustigen Sprüchen!" Eben ganz im Stile Indiana Jones!



Doch was ich geboten bekam war eine Katastrophe: Ein fürchterliches Drehbuch steht an erster Stelle. Man merkt, dass George Lucas in den 10 Jahren Entwicklungszeit nicht die richtigen Worte gefunden hat. Vielleicht hätte er das Drehbuch annehmen sollen, dass sowohl Ford als auch Spielberg bevorzugt haben. Wie dem auch sei: Lucas ist ja bekanntlich gut darin, Fortsetzungen von lang ersehnten Filmen in den Sand zu setzen (Man siehe Star Wars Episode 1). Von Aliens über animierte Erdmännchen ist alles dabei... nur nichts, was einem Indiana Jones Fan gefallen würde. Einzig Harrison Ford liefert eine solide Leistung ab... der Rest der Crew spielt schwach. Das Drehbuch ist derart schlecht, dass es nicht einen einzigen vernünftigen, guten und nachvollziehbaren Charakter gibt. Seit "Die Mumie" hab ich mich noch nie so geärgert Geld für einen Kinofilm ausgegeben zu haben! Ich bin zutiefst enttäuscht. Dem ganzen Film ist anzumerken, dass sich Spielberg nur widerwillig von Ford und LUcas dazu überreden lies diesen Film zu drehen. Des Weiteren ist auch die Musik von John Williams einfallslos und schwach. Ein Steve Jablonsky hat mit TRansformers eine dreifach bessere Leistung abgeliefert.



Fazit:



Ein schrottiger Film, lustlos gedreht, schwache Musik, noch schwächeres Drehbuch und unglaubwürdige Charaktäre. Ein Reinfall hoch 10. Für mich wäre der Film akzeptabel, wenn er "Die Mumie 4" hiesse, aber als Indiana Jones war es nur eine einzige Enttäuschung! So viele grosse Namen für solch einen schlechten Film!



Note: 5!
Kino:
Anonymer User
1,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Warum hat man sowas in den Film gebaut...er fing so gut an und dann kam die fliegende Untertasse...Der Herr Lucas sollte lieber bei clone wars sein Alienschrott breittreten...das war kein indiana Jones
Kino:
Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 18. März 2010
Also zunächst an einige die meinen dass indyfans deshalb eine schlechte note vergeben weil weil die alten filme in der kindheit angeguckt wurden.

Ich habe mir letztens einfach so mal die alte trilogie geholt und angeschaut. Obwohl ich sie schon dutzende male gesehen habe. Versucht indy 4 nur ein zweites mal anzuschauen. Es kotzt an. Dabei sind eigentlich alle relevanten indyzutaten schon vorhanden.

Woran liegt es also? Ganz einfach. Die seele fehlt. Obwohl dem ford der charme grösstenteils erhalten bleibt fehlt den beziehungen zwischen den protagonisten jegliche glaubwürdigkeit. Das szenario wirkt wie gemalt, die zeichen und tafeln die indy lesen musste wurden durch einen "verrückten" ersetzt, der zu jederzeit zwar die richtigen infos geben kann aber sie total unverständlich sind und durch indy gedeutet werden müssen. Schwach. Cate balanchetts charakter kann mit keinem bösewicht von den alten teilen mithalten. Ihr akzent zu unfreiwillig komisch und ihre motive viel zu undurchsichtig. Warum macht sie das ganze theater überhaupt? Loyalität zu ihren chefs oder

wissensdurst? Der transformers weichei in der rolle eines machos vom typ marlon brando? Kauf ich ihm nicht ab. Da ist die rolle des muttersöhnchens in transformers besser für ihn.

Nur der mac oder wie der hiess hat mir ganz gut gefallen. Ein sympathischer schuft eben. Seine art, und seine dialoge mit indy haben einen gewissen charme. Naja die story finde ich nicht komplex sondern eher als hätten sie am anfang nur den kristallschädel geplant und den rest der story einfach im verlauf des drehs rein-improvisiert. Im kino habe ich immer wieder gedacht es könnte noch was werden, doch spätestens in der schlussszene wurden all meine erwartungen und träume grausam hingerichtet.



Es ist wie stan und kyle es in southpark sagten.

Ein freund von uns wurde vergewaltigt. Und die täter

ein so geistreiches duo wie spielberg und lucas.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Das sich der vierte Indiana Jones Film extrem schwer tun würde an die extrem hohe Klasse der drei Vorgängerfilme anzuknüpfen war von vornerein klar. Und nachdem bereits George Lucas sich mit seiner neuen Star Wars Trilogie nicht gerade mit Ruhm bekleckert hatte und diese nicht im entferntesten an die Magie der drei alten großartigen und herausragenden Werke rankamen, waren die Sorgen und Bedenken um die Qualität eines vierten Indy-Ablegers schon ziemlich hoch. Dies wurde durch den Misserfolg von Firewall noch zusätzlich verstärkt da nun die Frage in der Luft lag ob Ford wirklich noch in der Verfassung war einen weiteren Action geladenen Indiana Jones Film zu machen.



Jeder muss sich selbst Fragen, was er von Indiana Jones 4 erwartet, wenn der Zuschauer einen weiteren sagenhaften Meilenstein des Adventure-Genres zu sehen hofft wird er definitiv enttäuscht werden, wenn er jedoch nach fast 20 Jahren nur darauf aus ist einen alten Bekannten zu treffen und mit diesem noch mal so richtig auf den Putz zu hauen will, der wird an Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels seine Freude haben.



Erfreulich ist vor allem, das Spielberg im Gegensatz zu seinem Partner Lucas nicht dem digitalen CGI schnickschnack verfallen ist, und großen Wert darauf gelegt hat den vierten Film in der Tradition der ersten drei zu drehen: Viel Life-Action, viele echte Stunts und Effekte nur dort wo sie wirklich sein müssen. Das fällt dem Film wirklich sehr zu Gute, er wirkt wirklich handmade und oldschoolmäßig, so wie man es sich wünscht. Um einige Digitale Tricks ist man leider nicht drum herum gekommen und das Schlimme ist nur, dass man mitbekommt, wann im Film denn nun am Computer gepfuscht wurde, so ist zum Beispiel bei der stimmigen Jeep Verfolgungsjagd, Shia LaBeoufs übertriebener Spagat-Eier-Gag und die anschließende Tarzan-Hommage wirklich fehl am Platze, da kann man nur Froh sein, dass uns ein klassischer Tarzan-Schrei, wie bei James Bond 007 - Octopussy, erspart geblieben ist. Aber ansonsten merkt man deutlich, dass wirklich viel ungekünstelt und echt wirkt.



Der größte Minus des Films ist das Drehbuch und die Handlung. Eigentlich dachte man sich, dass der müde alte Harrison Ford den Film und die gut geschlifene Story ins lächerliche ziehen wird, kurioserweise ist es genau anderstrum, während Harry noch wirklich zu 100 % in seiner Rolle überzeugen kann, ist es die seichte und vorhersehbare Handlung die dem Film schadet. Eigentlich müsste man annhemen, dass nach Die unheimliche Begegnung der dritten Art, E.T., Twilight Zone, A.I. Künstliche Intelligenz, Taken und Krieg der Welten sich Steven Spielberg mit seinem Lieblingsthema Außeriridische und Ufos schon so langsam ausgetobt haben müsste. Aber tatsächlich musste selbst Indiana Jones noch einmal mit Ufos zu tun haben, was eigentlich wirklich keine schlechte Idee ist, denn es ist mal was neues und anderes. Dr. Jones sucht seit jeher nach paranormalen Gegenständen und Artefakten und warum sollte er dann nicht auch auf Außerirdische stoßen, die Idee ist meinen Augen durchaus originell aber leider ist sie in der Umsetzung arg gescheitert, der Kristallschädel ist durchaus ehrfurchgebietend, die Idee mit seinen magnetischen Eigenschaften gut ausgedacht aber an die Qualität der sagenhaften "Reliquien", welche Jones in der Vergangenheit gesucht hat, kann der Kristallschädel nicht mithalten...höchstens vielleicht an die Sankara Steine aus dem zweiten Teil.

Anfangs wirkt die Ufo-Thematik noch spannend und aufregend doch leider wird am Ende wird dieser gute und interessante Ansatz ins lächerliche und klischeehafte gezogen, schade aber in Sachen wie die Dritte Dimension und Außeridische war mehr drin als das was uns hier gezeigt wurde, das Ende hat nebenbei bemerkt auch Parallelen zum Finale des Videospiels "Indiana Jones und der Turm von Babel", dass ist zwar nett aber unnötig (und sehr wahrscheinlich auch nicht wirklich beabsichtigt).

Das zweite große Problem sind die Nebendarsteller, von denen wir meist viel zu wenig erfahren und die viel zu stark vernachlässigt wurden. Die Figur, welche am meisten, bei Seite geschoben wurde und die gleichzeitig die interessanteste war, war Professor Oxley, von dieser Schlüsselfigur erfahren wir vieeeeeeeeeeeeel zu wenig, der geniale John Hurt wird auf peinlichste Art und Weise von Spielberg unterfordert. Ähnlich verhällt es sich mit McHale welcher von Ray Winstone verkörpert wird, diese Figur wirkt arg außtauschbar, oberflächlich und stereotypisch. Die gute Karen Allen hingegen ist ein Segen, ihr Auftritt tut so richtig gut und ihre Anwesenheit in diesem Film ist eine wahre Freude, die erste Begegnung nach so vielen Jahren mit Indy ist eine der stärksten Szenen des Films, zwar wird auch dieser Charakter etwas vernachlässigt und man hätte gerne mehr von ihr gesehen aber so schlimm wie bei so manch anderer Figur ist es bei weitem nicht. Das Zusammenspiel zwischen Ford und Allen funktioniert immer noch bestens, ist einfach herrlich charmant und atmet mit dem Geist großer vergangen Spielbergischen und Lucasischen Werke.

Oscarpreisträgerin Cate Blanchett kann in ihrer Rolle als russische Agentin Irina Spalko den Zuschauer nicht wirklich überzeugen, Schuld daran trägt erneut das äußerst schwache Drehbuch, (da fragt man sich ernsthaft ob die vielen anderen wirklich so schlecht waren wie Spielberg und Lucas sagten) man versteht letztendlich nicht ganz was diese Schurkin eigentlich erreichen will, ihre Motivationen bleiben größtenteils im Verborgenen, dabei hatte der Charakter so ein großes Potential gehabt, von der telepatischen Fähigkeit der Figur (zweifellos ein Tribut an Sophia Hapgood, einem Charakter welcher in zwei Indy-Videospielen auftauchte) hätte man auch gerne mehr gesehen oder erfahren, Schade aber Miss Blanchett wird durch das schlampige Drehbuch deutlich eingeengt und kann es weder mit dem schmierigen, französischem Archäologen Rene Beloq (Paul Freeman) noch mit dem herrlich diabolischen Mola Ram (Amrish Puri) aufnehmen, in ihrer Reichweite liegt höchstens Walter Donovan (Julian Glover) aus dem letzten Kreuzzug.



Enttäuscht war ich auch durch den Score von John Williams. Jeder Indiana Jones Film hatte zahlreiche bisweilen unsterbliche Musik-Momente gehabt, im ersten Teil wäre einer z.b. am Ende, als die Bundeslade in den Lagerraum getragen wurde, im zweiten Teil gab es einen wunderbaren Trekscore und den bedrolichen Männerchor und im dritten Teil natürlich das ehrfürchtige Ritter-Motiv , in Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels fehlt so etwas komplett, hier war ich von Williams, der sich so darauf gefreut hat noch mal die Musik für einen Indiana Jones Film zu schreiben doch sehr schwer enttäuscht. Glücklicherweise werden andere, alte Musikstücke nochmal "erneuert", aber dass der vierte Teil über kein eigenes nennenswertes Musikstück verfügt ist schon ziemlich traurig.



Aber nun wurde genug gemekert kommen wir lieber zum größten Pluspunkt des Films und das ist: Harrison Ford. Ford war Dr. Jones und wird es auch immer bleiben. Er spielt den Mann mit Peitsche und Hund wie gewohnt lässig und gleichzeitig tiefgründig. Ford ist in Topform und verkörpert die Rolle seines Lebens so als wäre die letzte Klappe für Indiana Jones und der letzte Kreuzzug gerade mal ein paar Tage her.

Der Charakter bekommt im vierten Teil noch eine zusätzliche Prise Erfahrung und Weisheit und man merkt deutlich (was sehr erfreulich ist), dass er viele Eigenschaften von seinem Vater geerbt hat und diese im, nun gehobenen Alter erkennbar sind, außerdem wurde in keinem der drei vorigen Filme, Henry Juniors Schlangenphobie so humorvoll gezeigt wie in diesem. Auch Shia LaBeouf ist nicht der, wie von so vielen, befürchtete, nervige MöchtegernMachoHeldWannabe ganz im Gegenteil, er verkörpert die Figur des Mutt Williams absolut überzeugend und wirkt an keiner Stelle des Films nervig oder störend (und wenn, dann ist es die oben bereits beschrieben Jeep-Spagat- und Lianennummer), aber leider wird auch diese Figur etwas vernachlässigt. Aber das Team Mutt und Jones funktioniert und eine Chemie zwischen den Schauspielern ist GOTTSEIDANK vorhanden!



Auch die Action funktioniert in Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels gut. Man merkt deutlich, dass man hier wieder mit vielen echten Stunts zu tun hatte. Der Film wirkt wirklich sehr authentisch. Schon als das alte Paramount Logo ganz am Anfang erschien und sich in guter, alter Tradition in einen "Berg" verwandelt hatte, wurde mir so richtig warm ums Herz. Die Kameraführung von Janusz Kaminiski ist wie immer mehr als überzeugend. Gut gelungen sind wirklich alle Action-Sequenzen des Films, auch die Jeep-Verfolgungsjagd hat mir sehr gut gefallen (bis auf die dämlichen CGI Effekte die hin und wieder mal auftauchten). Realistisch ist die Action in diesem Film zwar nichts, aber wer im Kino heutzutage noch nach Realismus sucht, scheint etwas grundsätzliches nicht verstanden zu haben. Jeder der Indiana Jones Filme überschritt die Grenzen der Realität was absolut nichts schlimmes ist, ich gehe u.a. deswegen ins Kino weil ich hin und wieder durchaus etwas unrealistisches und überzogenes sehen will, was im wirklichen Leben nicht möglich ist, ich finde das macht einen großen Teil der Magie es Kinos aus, es stört nur wenn sich der "Un-Realismus" nicht in überschaubaren und akzeptablen Grenzen aufhält, so ist zum Beispiel der Gag mit dem Atomgelände ein herrlicher Einfall mit man anfangs auch wirklich überhaupt nicht gerechnet hat und die Sache mit Kühlschrank der nach der Explosion meilenweit weg geschleudert wird und beim Aufprall nicht in Stücke (zusammen mit Dr.Jones) gerissen wird ist hat Witz und viel Charme und ist durch und durch akzeptabel, die Sequenz aus Indiana Jones und der Tempel des Todes, in der die drei Helden aus dem Flugzeug in über hundert Meter Tiefe stürzten und sich mit einem Schlauchboot retteten ist auch nicht unbedingt realistisch.

Kurzgesagt die Action ist stimmig, hat Atmosphäre, und wird selten überzogen, ein komplett außer Kontrolle gerattenes mit CGI-Stimulansen vollgepumtes Digital-Schrott Feuerwerk wie z.b. Stirb Langsam 4.0 ist Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels zum Glück nicht geworden, in den meisten Action-Sequenzen kann man den Charme und den Geist der anderen drei Teile noch durchaus spüren und das ist das wichtigste.



Das vierte Indiana Jones Abenteuer hat Witz, Pepp, Action und SOGAR, und das ist es worüber wir uns am meisten freuen dürfen und was wir in der Star Wars Prequel Trilogie arg vermisst haben: Eine Seele, Charme und Atmosphäre. Auch das gewählte Familienthema (Indy, Marion und Mutt) funktioniert gut auch wenn man es (wie so vieles in diesem Film) etwas ausführlicher und tiefgründiger hätte. Trotzdem gab es im vierten Indy-Abenteuer einige magische Momente.



Fazit: Als großer Indy-Fan wollte nur eines als ich ins Kino gegangen bin: Einen alten Freund wieder zu treffen und zusammen mit ihm ein weiteres Abenteuer erleben und das habe ich auch getan. Das der Film nicht so gut werden würde wie die alten (obgleich es mir bis zur Hälfte so schien) drei Teile war mir klar ABER Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels ist auch wenn er nicht perfekt ist, ein würdiger Teil der Indy-Reihe und braucht sich auf keinen Fall vor seinen Vorgängern zu verstecken. Wenn das Drehbuch genau so fit wäre wie Ford, wäre der Film ein gigantisches Werk geworden, aber trotz seiner Schwächen wird das vierte Indiana Jones Abenteuer den Zuschauer gut unterhalten. Man muss auch auf jedenfall darauf aufmerksam machen, dass die meisten Indiana Jones Fans, Indiana Jones Fans wurden als sie (im meisten Fall der Fälle) sich noch in einem kindlichen Alter befanden und damals die ersten Filme sahen, und wenn man den vierten Teil ebenfalls mit den Augen des Kindes betrachtet, welches man mal war und welches nach dem Kinobesuch sich am liebsten Peitsche und Hut geschnappt hätte und das Indy-Thema pfeifen würde, dann macht Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels wirklich viel Spaß.



PS: Und wenn Spielberg und Lucas aus ihren Fehlern lernen würden, hätte ich absolut nichts gegen ein fünftes Abenteuer, mit dem wohl besten und beliebtesten Archäologen aller Zeiten, dieses sollte dann jedoch definitv das letzte sein.
Kino:
Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Seine Jagd nach verlorenen Schätzen ist legendär, sein schier unverschämtes Glück, das ihm stets zur Seite steht, auch. Henry Jones jr. ist der wohl berühmteste Archäologe der Filmwelt und zugleich der begnadetste und furchtloseste Abenteurer seiner Zeit, ein komplexer Charakter eben, mit Ecken und Kanten, der gerne in ausweglose Situationen gerät, sich aber immer zu helfen weiß. Indiana Jones, oder auch Indy, wie er sich selbst nennt und genannt wird, dessen Markenzeichen der unverkennbare Fedora-Filzhut und die Peitsche ist, gilt als Meisterkreation zweier Filmemacher, die sich gesucht und gefunden haben, und die darüber hinaus zu den erfolgreichsten Mainstream-Regisseuren aller Zeiten gehören: Während sich George Lucas, Schöpfer des Star Wars-Imperiums, als Ideengeber, Produzent und âœVater❠von Indiana Jones verantwortlich zeichnet, ist es Altmeister Steven Spielberg, der die Abenteuerfilme virtuos in Szene setzt. Mit Raiders of the Lost Ark von 1981, also dem ersten Teil der jetzigen Tetralogie, schrieben Lucas und Spielberg Filmgeschichte, lösten sie doch einen wahren Indy-Kult aus, der bis heute anhält. Anders kann der mediale Hype um den aktuellen vierten Teil des Franchise nicht erklärt oder gedeutet werden. Denn seit nun mehr 19 Jahren, seit Indiana Jones and the Last Crusade von 1989 also, warten Fans der Serie auf einen würdigen Nachfolger. Was als Wunschdenken nicht weniger Anhänger begann, endet 2008 mit dem abgedrehten und in Cannes uraufgeführten vierten und voraussichtlich nicht letzten Sequel. Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull heißt er, der am meist erwartete Film des Kinojahres, über dessen diskutable Existenzfrage sich streiten lässt, schließlich sind seit dem letzten Abenteuer 19 Jahre vergangen. 19 Jahre, die nicht nur Indy-Darsteller Harrison Ford älter machen, sondern die auch neue technische Möglichkeiten verheißen. Und obgleich Spielberg auf Altbewährtes setzt, sogar auf 35mm Filmmaterial dreht und fast gänzlich auf CGI-Effekte verzichtet, fängt der neue Indy-Film nur schwer den Charme seiner Vorgänger auf, diese leichte Unbeschwertheit fehlt Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull, obwohl sich wenig am Konzept des Franchise geändert hat.

Indiana Jones (Harrison Ford) ist älter geworden, ja, zwanzig Jahre stemmt er mehr, dieser gewitzte Professor, und trotzdem ist er immer noch der draufgängerische Archäologe von früher, ein altkluger, amerikanischer Abenteurer eben, der sich herumprügelt, die großen Rätsel der Welt im Handumdrehen löst und sich keiner Gefahr zu schade ist. Dieses Mal muss sich Indy aber nicht gegen die Nazis beweisen, schließlich schreiben wir das Jahr 1957, der Zweite Weltkrieg ist bereits Geschichte, der Kalte Krieg dagegen im vollen Gange. Und so kommt es, dass Indy und sein Freund Mac (Ray Winstone) von russischen Agenten entführt werden, um genauer zu sein von der unerschrockenen Irina Spalko (Cate Blanchett), die von Jones verlangt, in einer Lagerhalle eine geheimnisvolle Kiste ausfindig zu machen. Indy wäre nicht Indy, und so ist die Holzkiste schnell identifiziert, dessen Magnettruhe einen Außerirdischen zu Tage fördert. Während die Russen den sensationellen Fund inspizieren, versucht Jones einen schnell scheiternden Fluchtversuch. Denn sein vermeintlicher Freund Mac stellt sich als Verräter heraus. Mit einer geistesgegenwärtigen Reaktion und einem geübten Peitschenschwinger macht sich der abenteuerlustige Professor auf und davon und ist schnell außer Gefahrenreichweite. Zumindest denkt er das, denn kaum rettet er sich in Sicherheit, tritt er schon ins nächste Fettnäpfchen: Durch Zufall findet sich Indy inmitten der Wüste auf der Area 51 wieder, auf der gerade ein Atomtest stattfindet. Und ja, er hat einmal mehr das Glück auf seiner Seite und überlebt mit Hilfe eines Kühlschranks die heftige Explosion. Fortan steht Jones unter Verdacht ein Doppelagent zu sein, zumindest behauptet das das FBI. Als Indy zu allem Ãœbel auch noch von der Universität suspendiert wird, will er nur noch das Weite suchen, wird aber vom jungen Draufgänger Mutt Williams (Shia LaBeouf) davon abgehalten. Denn Mutt erzählt ihm, dass Professor Oxley (John Hurt), ein guter Freund von Jones, und seine Mutter Marion (Karren Allen) in tödlichen Schwierigkeiten stecken und zeigt ihm einen von seiner Mutter überbrachten Brief, in dem die Rede von einem mythischen Kristallschäden ist. Indy zählt eins und eins zusammen und erkennt den Ernst der Lage. Ein weiteres Abenteuer beginntâ¦

Er ist kein Held im klassischen Sinne, dieser Indiana Jones, zwar könnte er glatt einem Graphic Novel entsprungen sein, so überzogen, so unglaubwürdig sein Handeln und seine Abenteuer oftmals wirken, doch letzten Endes ist er schlichtweg zu komplex gezeichnet, um dieser Tatsache gerecht zu werden. George Lucas und Steven Spielberg stellen in allen Teilen ihren Protagonisten in den Vordergrund und schenken der Rahmenhandlung nur bedingt Beachtung, zumindest nur soviel wie nötig, um ihr Publikum zu unterhalten und ihrem Herrn Professor Freiraum zu geben. Und das hat bisher auch immer funktioniert, versteht es Spielberg doch grandios, die Rahmenhandlung so einzubetten, dass der Zuschauer nicht anders kann als sich in die Geschehnisse mit einbeziehen zu lassen. Das versucht er in Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull konsequenter Weise ein weiteres Mal, gelingen will ihm dieses Kunststück allerdings nicht. Dabei liegt es nicht einmal am Regieveteranen selbst, der handwerklich kaum Wünsche offen lässt. Es ist das verhunzte, völlig untypische und etwas albern geratene Drehbuch von David Koepp (Spider-Man, War of the Worlds), das dem vierten Teil das cineastische Genick bricht. Zwar fängt es den Zeitgeist der 50er Jahre perfekt ein, gibt nostalgische Reminiszenzen zum Besten und versteht es, seinen eifrigen Helden so darzustellen, wie man ihn kennt und wie man ihn seit nun mehr 27 Jahren liebt. Was aber darauf folgt, ja, man möchte es kaum aussprechen. Sei es nun auf die Ideenlosigkeit oder die fehlende Inspiration zurückzuführen, denn was dem Zuschauer hier inhaltlich abgeliefert wird, ist kaum der Rede wert. Natürlich, Indy kämpft einmal mehr gegen einen politischen Feind der USA, er geht einmal mehr auf die Jagd nach einem verlorenen Schatz und er gibt sich ein weiteres Mal der Liebe hin. Und trotzdem gelingt es Koepp nicht, den Charme seiner Vorgänger aufzugreifen, sondern versucht mit desillusionierenden und völlig überzogenen Einfällen, das Publikum für sich zu gewinnen. Man nehme die âœKühlschrank-Szene❠als Beispiel. Wenn sich Koepp im Mittelteil besinnt und zurück zu den Wurzeln geht, Indy springen und kämpfen lässt und ihn durch den peruanischen Dschungel jagt, dann kommt zumindest für kurze Zeit ein altbekanntes, nostalgisches Gefühl auf, das von einem hoch aufspielenden Harrison Ford unterstützt und geprägt wird. Doch dann, ja, dann trifft es den Zuschauer wie einen Schlag. Denn im letzten Drittel, also kurz vor Eroberung des Schatzes, inmitten des Dungeons, bei dem es Rätsel zu lösen und Gefahren zu bekämpfen gilt, offenbart Koepp die Wahrheit über die mystischen Kräfte des Kristallschädels, einem sinnentleerten Artefakt, das er als Erbe einer außerirdischen Spezies verklärt. Wenn Indiana Jones und sein misslungener und nerviger Sidekick Mutt Williams, verkörpert von Spielberg-Ziehsohn Shia LaBeouf, ein fliegendes Ufo gen Himmel empor steigen sehen, dann spätestens darf sich der sprachlose Zuschauer gerne fragen, ob er tatsächlich im richtigen Film ist. Oder ob er diese herbe Enttäuschung nur geträumt hat!?
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