Regieberserker, Träumer, Größenwahnsinniger – seit fast einem halben Jahrhundert suchen Kinopublikum und Kritik nach adäquaten Titeln für den bayrischen Filmemacher Werner Herzog. Im politisch aufgewühlten Deutschland der 70er und 80er provozierten die oft unter außergewöhnlichen Bedingungen entstandenen Filme des Spiel- und Dokumentarfilmregisseurs ein breites Spektrum an Reaktionen: Seinen Verehrern galt und gilt er als Kino-Visionär, seinen Gegnern als Megalomane oder gar als Faschist. Er zog einen Flußdampfer über einen Berg ("Fitzcarraldo"), trieb den exzentrischen Klaus Kinski zu schauspielerischen Großtaten an ("Aguirre, der Zorn Gottes", "Woyzeck"), drehte am Rande eines kurz vor dem Ausbruch stehenden Vulkans ("La Soufrière") und zwischen den brennenden Ölquellen Kuwaits ("Lektionen in Finsternis"). Sein stilistisches Spektrum reicht vom romantischen Bilderbogen ...
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Die FILMSTARTS Top 100 - Platz 42: "Aguirre, der Zorn Gottes"