Seit seiner Rolle in Christopher Nolans Science-Fiction-Thriller „Inception“ hat die Karriere von Tom Hardy an Fahrt aufgenommen. Zwar hatte der Brite mit seinen Auftritten in Ridley Scotts „Black Hawk Down“ und Guy Ritchies Gangsterkomödie „Rock N Rolla“ auch schon vor Nolans Megablockbuster von sich reden gemacht, der Regisseur wird aber auch weiterhin ein sicherer Garant für den Erfolg des Schauspielers bleiben: Im Sommer 2012 wird Hardy im dritten und letzten Teil von Nolans Batman-Trilogie in die Fußstapfen von Joker-Darsteller Heath Ledger treten und als Bösewicht Bane dem Superhelden das Leben schwer machen.
Von der Schauspielschule ins Kriegsgebiet
Tom Hardy wurde am 15. September 1977 in Hammersmith, London geboren. Nach seinem Schullabschluss schrieb er sich am Drama Centre in London für Schauspielunterricht ein und stand schließlich 2001 als Private John Janovec für die von Steven Spielberg und Tom Hanks produzierte TV-Serie „Band of Brothers“ erstmals vor der Kamera. Noch im selben Jahr feierte Hardy neben Josh Hartnett und Ewan McGregor in Ridley Scotts Oscar-prämiertem Kriegsfilm „Black Hawk Down“ sein Kinodebüt. Ein Jahr später lieferte sich der Brite als Bösewicht Shinzon im zehnten „Star-Trek“-Abenteuer „Star Trek - Nemesis“ ein erbittertes Duell mit Patrick Stewart alias Jean-Luc Picard.
Bühnenstar und Antiheld
In den folgenden Jahren konnte Tom Hardy auch auf der Theaterbühne große Erfolge für sich verbuchen. Für seine Rolle im Bühnenstück „In Arabia, We’d All Be Kings" gewann er 2003 den London Evening Standard Theatre Award. Im darauffolgenden Jahr bescherte ihm dieselbe Rolle eine Nominierung für den Laurence Olivier Award. Parallel dazu stand Hardy 2003 gemeinsam mit Paul Bettany und Willem Dafoe für den Mittelalter-Krimi „The Reckoning“ vor der Linse. In Matthew Vaughns Gangster-Thriller „Layer Cake“ half er ein Jahr später einem anonymen Drogenhändler (Daniel Craig) beim Strecken seiner Ware. Es folgten wenig beachtete Auftritte in TV-Produktionen, ehe der Schauspieler 2006 neben Kirsten Dunst und Jason Schwartzman in Sofia Coppolas „Marie Antoinette“ wieder von sich reden machte. In den darauffolgenden zwei Jahren widmete sich Hardy erneut seiner TV-Karriere. In der britischen Mystery-Serie „Meadowlands - Stadt der Angst“ spielte er den Handwerker Jack Donnelly; für seine Rolle des Stuart Shorter im TV-Drama „Stuart – A life backwards“ wurde er 2008 für den British Academy Television Award nominiert. Noch im selben Jahr agierte der Brite in „Rock N Rolla“ unter der Regie von Guy Ritchie und gab in Nicolas Winding Refns Biopic-Thriller „Bronson“ den titelgebenden Antihelden.
Träumend an die Spitze der Traumfabrik
2010 spielte sich Tom Hardy schließlich unter der Regie von Christopher Nolan endgültig in die Spitzenriege Hollywoods: Im vierfach oscarprämierten Science-Fiction-Thriller „Inception“ pflanzte der Brite gemeinsam mit Leonardo DiCaprio und Ellen Page eine Idee in die Gedanken eines einflussreichen Geschäftsmannes. In der Folge des Riesenerfolgs konnte sich Hardy weitere hochkarätige Rollen sichern: Der Martial-Arts-Streifen „Warrior“ mit Jennifer Morrison und Nick Nolte, der Spionage-Thriller „Dame, König, As, Spion“ mit Gary Oldman und Colin Firth sowie der Action-Film „Das gibt Ärger“ mit Reese Witherspoon starteten im Februar 2012 - für „Dame, König, As, Spion“ wurde Hardy in der Zwischenzeit für den British Independent Film Award als bester Nebendarsteller nominiert. Der Starttermin für das Krimi-Drama „The wettest county in the world“ von "The Road"-Regisseur John Hillcoat steht hingegen derzeit noch nicht fest. Ein weiterer Höhepunkt in Hardys Karriere dürfte dann im Sommer 2012 erreicht sein: Dann nämlich enden die Spekulationen darüber, ob Tom Hardy als Bane ein würdiger Nachfolger von Heath Ledgers sinisterem Joker und ein herausfordernder Gegner von Gothams berühmtesten Superhelden ist.