Der Film fängt vergleichweise schwach an, die ersten Minuten entäuschen durch ihr Drögheit. Die Handlung plätschert vor sich hin, Spannung kommt kaum auf.
Zum Glück nimmt der Film mit der verstrichenen Zeit langsam Fahrt auf. Die Charaktere erhalten zögerliche ihr Gesicht, Hintergründe entstehen, die Gesamtsituation wird deutlich und der Film zeigt sich zusehends tiefgründiger als man es erwartet hätte.
Im Mittelpunkt des Geschehens steht das Dilemma über die Verpflichtung zur Ehrlichkeit gegenüber Freunden. Ein sehr interssantes Thema, das stets aktuell ist und und in diesem Film überzeugend präsentiert wird.
Der Film bietet wenig Witz, zielt stattdessen auf die Emotionen des Publikums ab. Die Teilweise sehr geistreichen Dialoge sind gut gespielt, aber etwas überzogen inszeniert. Die Szenenen mit dem Junkie Zip lassen zwar den Homur des Films kurzzeitig aufleben, wirken aber unglaubwürdig und überbrücken fast fremdkörperartig die Längen des Films.
Mein Fazit:
Das Potenzial der Story wird zu keinem Zeitpunkt voll ausgeschöpft. Schauspielerisch bekommt man eine gute Leistung der Protagonisten geboten. Der Film ist unterhaltsam, ganz nett anzusehen. Wer noch ein Weilchen wartet, kann sich mit Freunden auf einen hübschen DVD-Abend freuen. Ein Kinobesuch ist kein Muss.