Erstmals im Streaming-Abo: Eine bewegend-starke Romanverfilmung aus Deutschland, die so richtig ans Herz geht!
Pascal Reis
Pascal Reis
-Redakteur
Pascal liebt das Kino von „Vertigo“ bis „Daniel, der Zauberer“. Allergisch reagiert er allerdings auf Jump Scares, Popcornraschler und den Irrglauben, „Joker“ wäre gelungen.

Ihr habt mal wieder Lust auf einen Film, der euch so richtig ans Herz geht? Dann solltet ihr euch „Eine Million Minuten“ mit Tom Schilling und Karoline Herfurth nicht entgehen lassen. Ab sofort im Abo von WOW.

Wir bei FILMSTARTS haben die Inititave „Deutsches Kino ist [doch] geil“ ins Leben gerufen, um gegen das Vorurteil anzukämpfen, dass das deutsche Kino neben lehrbuchhaften Weltkriegs-Dramen oder beliebigen Beziehungs-Komödien nichts zu bieten hätte. „Eine Million Minuten“ war zwar nicht Teil unserer Initiative, wäre aber ein mehr als würdiger Vertreter gewesen!

Die Bestseller-Verfilmung von Christopher Doll ist nicht nur hervorragend mit Tom Schilling („Werk ohne Autor“) und Karoline Herfurth („Einfach mal was Schönes“) besetzt, sondern geht darüber hinaus auch angenehm klischeefrei direkt ins Herz. Ihr habt den Film im Kino verpasst? Dann könnt ihr ihn nun im Abo von WOW nachholen.

Darum geht’s in Eine Million Minuten

Vera (Karoline Herfurth) und Wolf (Tom Schilling) leben zusammen mit ihrer fünfjährigen Tochter Nina (Pola Friedrichs) und ihrem einjährigen Sohn Simon (Piet Levi Busch) in Berlin. Sie führen eigentlich ein glückliches Leben, doch Vera und Wolf reiben sich zwischen Beruf, Karriere und Familienleben zusehends auf. Als Nina eine Störung der Feinmotorik und Koordination diagnostiziert wird, gerät das Lebensmodell der Familie ins Wanken.

Der von Nina geäußerte Wunsch, mit ihrer Familie eine Million schöne Minuten erleben zu wollen, öffnet ihrem Vater schließlich die Augen. Womöglich sind eine Million Minuten wertvoller als eine erfolgreiche Karriere. So begibt sich die Familie 694 Tage – also eine Million Minuten – auf die Reise ihres Lebens. Dabei suchen sie nicht nur nach alternativen Lebensentwürfen, sondern hinterfragen auch anerzogene Denkmuster und Normen...

Eine Million Minuten hat einen Nerv getroffen

Die Vorlage von Wolf Küper avancierte 2018 nicht zuletzt deswegen zum Bestseller, weil sie den von Zivilisationskrankheiten befallenen Zeitgeist exakt traf. Christopher Dolls Adaption kann auch in dieser Hinsicht punkten – und das vor allem aufgrund der Authentizität der Figuren. Man nimmt Tom Schilling und Karoline Herfurth einfach ab, dass sie nur das Beste für ihre Kinder wollen, sich aber auch immer im Klaren darüber sind, nicht perfekt zu sein.

Da stört es dann auch nur noch bedingt, dass die Geschichte sich eindeutig auf eine privilegierte Berliner Familie konzentriert, die es sich eben auch erlauben kann, kurzfristig eine (exorbitante) Auszeit zu nehmen respektive einfach von der ganzen Welt aus zu arbeiten. Am Ende zeichnet sich „Eine Million Minuten“ dadurch aus, nicht belehrend zu sein, sondern ehrlich – und so eben auch ungemein empathisch.

In der offiziellen FILMSTARTS-Kritik gab es für „Eine Million Minuten“ 4 von 5 möglichen Sternen. In seinem Fazit schreibt unser Chefredakteur Christoph Petersen:

„Ja, die Geschichte von Wolf Küper und seiner Familie hat einen nicht zu verleugnenden ,Berlin-Mitte-Fokus' – schließlich kann nicht jeder von heute auf morgen remote arbeiten und nebenher eine Weltreise antreten. Aber das ändert nichts daran, dass man nach dem mit Tom Schilling und Karoline Herfurth extrem stark besetzten ‚Eine Million Minuten‘ über seine Prioritäten nachdenkt – und sobald das Feuerwehrauto vorfährt, bleibt auch kein Auge mehr trocken, denn spätestens da geht der angenehm kitschfreie Film so richtig zu Herzen!“

Aktuell läuft mit „Wunderschöner“ der neue Film von und mit Karoline Herfurth in den Kinos – unser Februar-Beitrag zur Initiative „Deutsches Kino ist [doch] geil“. FILMSTARTS-Redakteur Pascal Reis und Chefredakteur Christoph Petersen haben im Zuge des Kinostarts ein Interview mit Karoline Herfurth führen dürfen. Mehr dazu im nachfolgenden Artikel:

Kinotipp: Eine der meist erwarteten Fortsetzungen des Jahres – der erste Teil hatte grandiose 1,7 Millionen Besucher

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