Heute erstmals im TV: Ein völlig abgedrehter, kultverdächtiger Film mit "Harry Potter"-Star Daniel Radcliffe
Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor und Kritiker
Oliver Kube ist seit den 1990ern als Journalist/Kritiker in Sachen Film, TV, Musik, Literatur & Technik tätig. Für FILMSTARTS schreibt er seit 2018.

Free-TV-Premiere mit Superstar: Der ehemalige Zauberlehrling spielt einen der ungewöhnlichsten Publikumslieblinge in der Geschichte der Popmusik. Schaut euch hier den Trailer an. Dann werdet ihr ziemlich sicher am Abend einschalten wollen.

Daniel Radcliffe nimmt seit dem Finale der „Harry Potter“-Saga gern möglichst abgefahrene Rollen an. In seinem neben „Swiss Army Man“ und „Horns“ vielleicht verrücktesten und kultverdächtigsten Part könnt ihr den Star heute erstmals im TV erleben. „Weird: Die Al Yankovic Story“ präsentiert sich in Form eines immer wieder ins Absurde abdriftenden Musiker-Biopics, das es mit den realen Ereignissen im Leben des Titelhelden alles andere als ernst nimmt.

Weird: Die Al Yankovic Story“ läuft am heutigen 28. Dezember 2024 um 22.10 Uhr auf One. Eine Wiederholung folgt am 3. Januar 2025 um 23.10 Uhr. Alternativ könnt ihr euch den FSK-16-Titel als Blu-ray, DVD oder kostenpflichtiges Video-on-Demand zulegen:

Kein "normales" Biopic

Seit einigen Jahren gibt es im Kino immer wieder Biopics über Leben und Karriere berühmter Musiker zu sehen – mehrere davon wie „Bohemian Rhapsody“, „Rocketman“ oder „One Love“ waren enorm erfolgreich. Da war es nicht allzu abwegig, einen solchen Film auch über den während der 1980er und 1990er speziell in den USA enorm erfolgreichen Alfred Yankovic zu drehen. Zumal dieser sich schon immer – da wäre er selbst der Erste, der dies einräumt – schamlos an den Erfolg anderer angehängt hat, indem er ihre Songs mit Nonsens-Texten parodierte und sie mit abgefahrenen Akkordeon-Arrangements neu aufnahm.

Obwohl sich das von „Brooklyn Nine-Nine“-Regisseur Eric Appel und Yankovic gemeinsam geschriebene Werk der üblichen Mechanismen des Popstar-Biopics bedient, ist „Weird: Die Al Yankovic Story“ alles andere als ein typischer Vertreter des Genres. Stattdessen zieht das Ganze die typischen Merkmale des Sujets auf amüsante und oft auch ziemlich clevere Weise durch den Kakao.

Die Story ist von Anfang an vollgestopft mit kleinen bis großen Absurditäten und hangelt sich nur in Bezug auf ein paar wenige Eckdaten an den realen Fakten aus dem Leben des Kaliforniers entlang. Stattdessen wird die Handlung immer abgefahrener und bietet neben einer schrägen Romanze mit Superstar Madonna, deren Mega-Hit „Like A Virgin“ bei Yankovic zu „Like A Surgeon“ wurde, auch erstaunlich gewalttätige Action-Einlagen, spacige Drogentrips und anderen kolossalen Mumpitz.

In unserer FILMSTARTS-Kritik wurde der in Deutschland nie in die Kinos gekommene Streifen mit guten 3,5 von 5 möglichen Sternen bedacht. An all dem darin zu sehenden Wahnsinn hatte Daniel Radcliffe mit schrillen Outfits, fieser Rotzbremse und einer wirklich grauenerregenden Pudelfrisur offensichtlich einen Heidenspaß. Ob der auch auf euch überspringt, könnt ihr heute Abend testen.

Daniel Radcliffe ist übrigens nicht der einzige bekannte Mime, der für „Weird: Die Al Yankovic Story“ vor der Kamera stand. An seiner Seite waren unter anderem auch noch Evan Rachel Wood („Westworld“), Rainn Wilson („The Office“), Julianne Nicholson („Mare Of Easttown“), Toby Huss („Copshop“), Will Forte („The Last Man On Earth“), Jack Black („Jumanji“), David Dastmalchian („Dune“) und Weird Al Yankovic selbst dabei.

Weird: Die Al Yankovic Story

Das passiert in "Weird: Die Al Yankovic Story"

Schon früh entdeckt der kleine Al (Richard Aaron Anderson) bei sich ein Talent dafür, bekannte Chart-Hits zu parodieren. Sein Vater (Huss) verlangt dennoch von ihm, die Familientradition fortzusetzen und Fabrikarbeiter zu werden. Die ihn liebende Mutter (Nicholson) kauft ihrem Jungen dennoch heimlich ein Akkordeon, mit dem dieser später nach Hollywood durchbrennt, um dort seinen Traum zu leben.

Und tatsächlich: Al (jetzt: Radcliffe) wird so berühmt, dass sich sogar Superstar Madonna (Wood) an ihn heranschmeißt und mit ihm eine leidenschaftliche Affäre beginnt. Doch dann wird Madonna von Pablo Escobars (Arturo Castro) Schergen nach Kolumbien entführt. Wie sich herausstellt, ist der Drogenbaron ein riesiger Yankovic-Fan und will auf diese Weise erreichen, dass Al an seiner Geburtstagsfeier teilnimmt …

Ein ebenfalls alles andere als „normales“ Popstar-Biopic ist „Better Man“ über den kometenhaften Aufstieg, den krachenden Niedergang und das große Comeback von Robbie Williams. In wenigen Tagen läuft der Film in unseren Kinos an. Im folgenden Artikel könnt ihr alles über ihn erfahren und euch den beeindruckenden Trailer anschauen:

So ein Biopic habt ihr noch nie gesehen: Im Trailer zu "Better Man" wird einer der größten Pop-Stars der Welt zum Affen!

*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.

facebook Tweet
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren