Stammheim
Filmposter von  Stammheim
30. Januar 1986 Im Kino | 1 Std. 47 Min. | Drama
|
Drehbuch: Stefan Aust
User-Wertung
3,5 6 Wertungen, 2 Kritiken
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Bewerte :
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1 schlecht
1.5 enttäuschend
2 lau
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3 solide
3.5 gut
4 stark
4.5 hervorragend
5 Meisterwerk

Inhaltsangabe

FSK ab 16 freigegeben

"Stammheim" ist ein umstrittenes Werk. Die fast dokumentarische Aufarbeitung über den Umgang mit den inhaftierten RAF-Terroristen Andreas Baader (Ulrich Tukur), Ulrike Meinhof (Therese Affolter), Gudrun Ensslin (Sabine Wegner) und Jan-Carl Raspe (Hans Kremer) gewann 1986 den Goldenen Bären der Berlinale, aber die damalige Jury-Präsidentin Gina Lollobrigida tat offen ihre Ablehnung kund.

Inhalt: Der Vorsitzender Richter (Ulrich Pleitgen) versucht, die in Stammheim einsitzenden Terroristen in einem fairen, entpolitisierten Prozess zu verurteilen. Die Angeklagten versuchen hingegen, die sich bietende politische Bühne zu nutzen und wissen die Unterstützung ihrer geschickten Verteidiger (Hans Christian Rudolph, Peter Danzeisen, Holger Mahlich, Marina Wandruszka) im Rücken. Die Leitung der Verhandlung gleitet dem Richter immer mehr aus den Händen, je mehr er selbst gegen die eigenen Grundsätze verstößt...

Kritik der FILMSTARTS-Redaktion

4,0
stark
Stammheim
Von Björn Becher
Als Reinhard Hauff 1986 seinen Film „Stammheim“ auf der Berlinale vorstellte und den Goldenen Bären gewann, zog das einen Skandal nach sich. Die damalige Jury-Präsidentin Gina Lollobrigida lehnte die demokratische Entscheidung der Jury offen ab, brach während der Preisverleihung die sonst bei gemeinsamen Juryentscheidungen übliche Schweigepflicht und tat ihre Ablehnung des Films kund. An dem Gewinn des Goldenen Bären änderte dies natürlich genauso wenig wie der Verleihung des FIPRESCI-Preises, den die internationale Vereinigung der Filmkritiker bei zahlreichen Festivals, darunter der Berlinale immer wieder vergibt. Es zeigt aber die sehr kontrovers mögliche Rezeption von Hauffs in enger Zusammenarbeit mit Ex-„Spiegel“-Chefredakteur und RAF-Experte Stefan Aust entstandenem Werk, welches eines der turbulentesten Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte in fast dokumentarischer Form aufarbeit
Bild von Stammheim Trailer DF 0:57
717 Wiedergaben
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foto von Ulrich Tukur
Rolle: Andreas Baader
foto von Hans Kremer
Rolle: Jan-Carl Raspe
foto von Sabine Wegner
Rolle: Gudrun Ensslin
foto von Therese Affolter
Rolle: Ulrike Meinhof
4,5
Veröffentlicht am 22. April 2010
Jeder, der sich für die deutsche Geschichte interessiert, sollte sich diesen Film einmal angesehen haben. Und dazu würde ich gerne jeden Deutschen zählen. Der grobe Inhalt des Filmes ist recht schnell wiedergegeben: Es werden wahrheitsgetreu die letzten Monate des Stammheimer Prozesses dokumentarisch gezeigt. Der Prozess endet damit, dass die vier Angeklagten Meinhof, Baader, Ensslin und Raspe Selbstmord begehen. Es gibt natürlich noch ...
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4,5
Veröffentlicht am 22. April 2010
Eine kühle Dokumentation einer grandiosen Realsatire. Ein kleines Häufchen Menschen, die jahrelang den ganzen Staat von hinten durchnehmen und als dieser die Terroristen endlich in seinen Fängen hat, beisst er sich dabei selbst in den Hintern. Die gegenseitigen Anklagen sind jenseits von Gut und Böse - hier zählen Parolen und Lügen, je lauter, desto besser. Doch Verbrecher, die lügen, sind nichts Ungewöhnliches - verschweigt der Staat ...
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Weitere Details

Produktionsland Deutschland
Produktionsjahr 1986
Filmtyp Spielfilm
Wissenswertes -
Budget -
Sprachen Deutsch
Produktions-Format -
Farb-Format Farbe
Tonformat -
Seitenverhältnis -
Visa-Nummer -

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