''Ida'' verliert sich zu sehr in seiner auf Kargheit und Langsamkeit bedachten Inszenierung, ohne dass durch die bewusste Länge der Einstellungen und die markanten Bildkompositionen sich ein Gefühl einstellen würde. Vielmehr wirkt die Inszenierung von ''Ida'' kühl, ohne analytisch zu sein, und trostlos, ohne empathisch zu sein; die Bilder folgen einem inszenatorischen Programm, welches in der Geschichte nicht keinen Rückhalt findet. Denn währen die Bilder die Aufmerksamkeit genussvoll, wenn auch effektlos, auf sich selbst zu ziehen versuchen, scheint die Geschichte sehr kausal, beinahe etwas belehrend angelegt, so als arbeite sie auf einen gewissen Punkt hin. Die Figurenkonflikte sind jedoch sehr schnell offenbart, die Gegensätze werden nur noch ausgeschlachtet, und dies auch noch jede filmische Originalität.