So richtig warm wird man mit der Person J. Edgar Hoover nicht, aber es handelt sich bei dem Film ja auch um eine Biographie und keinen Blockbuster mit Heldenfigur. Insgesamt bin ich froh die Geschichte mal gehört/gesehen zu haben und weil die Schauspieler einfach voll überzeugen, hat "J. Edgar" das Prädikat "Gut" definitiv verdient.
J. Edgar ist kein Pilot-Thriller sondern ein knallharte Biografie von J. Edgar Hoover. Leider versinkt das alles in Langeweile und packt einen nur in wenige Momente die Lust weiter zu schauen, da hilft nicht einmal ein Oscar reifen Leonardo DiCaprio.
Der Film pendelt zwischen Vergangenheit und Gegenwart - manchmal macht einem das Zusehen wirklich schwer, gelungen ist es eigentlich kaum.
Ich persönlich finde es schwer, J.Edgar zu bewerten. Zum einen haben wir da einen wirklich sehr guten Leonardo DiCaprio, tolle Schauplätze mit vielen Details (man fühlt sich wirklich in diese Zeit zurück versetzt) und auch gut besetzte Nebenrollen. Zum anderen ging mir der Film zu sehr um Hoover selbst. Ich hätte gerne noch ein paar Ermittlungsfälle mehr gesehen. Gelangweilt hab ich mich zu keiner Zeit, aber dem Film fehlt es an Spannung und dem gewissen etwas.
So schlecht hat Clint Eastwood bei seiner Auswahl einen Film zu drehen nicht oft gelegen. Nichts führt zu einer Story, die es wert ist zu verfolgen. Es bleibt einfach viel zu uninteressant und taugt am besten noch als Futter für Fans von Leonardo, solang denen viel egal sein kann, solang Leo nur im Film zu sehen ist.
Der Film ist, meiner Meinung nach, zu lang und will zu viele Facetten der Person erfassen. Mir hätte der Augenmerk auf ein Aspekt besser gefallen. Durch die vielen verschiedene Erzählstränge fehlt es den Nebencharakteren an Tiefe. Gleichzeitig jedoch gibt Leonardo di Caprio eine beeindruckende Leistung ab.
Irgendwie fehlt der rote Faden. Zu krasse Handlungsprünge. Leonardo di Caprio's schauspielerische Leistung ist aber wieder mal top, daher ist der Film schon sehenswert.