Der Vietnamkrieg (von 1965 bis 1975) ist das Trauma der US-amerikanischen Volksseele und in der Kinohistorie bereits aus allen erdenklichen Blickwinkeln beleuchtet worden. Was in Laos passierte, ist hingegen bis heute kaum im öffentlichen Bewusstsein verankert, weil dieser Krieg gegen Vietnams Nachbarn von den USA streng im Verborgenen geführt wurde und so gut wie keine Fernsehbilder verfügbar sind. Von 1960 bis 1975 infiltrierte der amerikanische Geheimdienst CIA den südostasiatischen Staat mit seinen Agenten und zettelte einen Konflikt an, der in seinen Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung beispiellos ist. Die Amerikaner schmissen Millionen Tonnen Bomben auf Laos – also mehr als in Deutschland und Japan zusammen während des gesamten Zweiten Weltkriegs niedergingen. Filmemacher Marc Eberle folgt in seiner sorgsam recherchierten Dokumentation „Amerikas geheimer Krieg in Laos“ alten Spuren und zeichnet mithilfe von Zeitzeugen und vieler bisher unveröffentlichter Aufnahmen aus den CIA-Archiven ein scharfes Bild eines fast vergessenen Kapitels der Geschichte nach.