Durchschnitts-Wertung
3,1
274 Wertungen
Deine Meinung zu The Tree of Life ?
2,5
Veröffentlicht am 24. Juni 2013
Wer auf spirituelle Filme mit schönen Bildern und klassischer Musik steht ist hier goldrichtig. Für meinen Geschmack hat der Film viel zu wenig Handlung (die erst nach einer Stunde wirklich beginnt)-für schöne Bilder schau ich mir lieber "Unsere Erde" an. Viele Szenen sind sehr verwirrend und passen nicht richtig zum Film. Evtl. werden sie beim zweiten anschauen klarer, aber ob ich das wirklich will ist die andere Frage
2,5
Veröffentlicht am 10. Oktober 2024
Mit sehr viel Vorfreude, habe ich heute "The Tree of Life" von Terrence Malick gesehen. Ich dachte wirklich, das wäre was für mich. Nein, war es nicht! Ich bin entsetzt, dass dieser Film bei Presse, vielen Usern und nicht zuletzt bei der Filmstarts!-Redaktion so gut ankam.
Inhaltlich geht es um den Verlust eines Sohnes, was bereits nach wenigen Minuten deutlich wird. Der komplette inhaltliche Rest des Films, besteht aus den Erinnerungsfetzen des Bruders Jack (Sean Penn, im erwachsenen Alter, mit einer gefühlten Leinwandzeit von maximal zehn Minuten) und (in der Rückblende) dem großartigen Hunter McCracken als Jack im Kindesalter....... und leider einem dicken Haufen christlich überambitioniertem, esoterischem Murks, der in sehr ansprechender Bildsprache mit orchestraler Untermalung, irgendwann kaum noch zu ertragen ist.
Brat Pitt und Jessica Chastain spielen ihre Rollen mit Bravour und der Mittelteil ist ein tief bewegendes Familiendrama, aber Malick wollte offenbar mehr, und manchmal ist eben weniger mehr.
Die (noch unbewiesene) Entstehung der Welt quasi im Zeitraffer da einzubauen, zeugt von einem enormen Grad der Selbstüberschätzung und wirkt schlicht deplatziert.
Mit 138 Minuten Spieldauer empfand ich "The Tree of Life" als ungemein zähen Brocken, künstlich überladen und prätentiös, wie kaum einen anderen Film.
Eine Wertung abzugeben, fällt mir schwer. Handwerklich ist das fraglos großes Kino, der gesamte Rest wohl auch einfach Geschackssache. Mein Fall war das nicht, daher 2,5 ☆, also durchschnittlich, was wiederum völlig unzutreffend ist.
2,5
Veröffentlicht am 12. September 2017
Ich bin da wohl viel zu pragmatisch veranlagt: gebt mir was womit ich arbeiten kann und lasst den Rest weg! Soll heißen: ich gucke mir gerne einen geradlinigen Film über ein Familiendrama an, aber diese philosophische Komponente anbei in der die Entstehung der Welt in irgendwelchen gigantischen Trickaufnahmen zelebriert wird … die bringen oder geben mir wirklich gar nichts. Und ich bin eben auch nicht so ehrfürchtig am stöhnen nur weil dieser Film von Terrence Malik ist, einem Mann der nur alle 10 Jahre mal als Regisseur arbeitet. Aber gut, dies ist einer der anstrengendsten Filme die man sich derzeit antun kann und das Musterbeispiel für mich pseudointellektuelle Filme zu verachten. Aber trotzdem finde auch ich in der ganzen Nummer durchaus einige Pluspunkte. Die Besetzung ist vorzüglich und die meisten Szenen in denen der Konflikt in der Familie dargestellt wird sind bewegend und erreichen ihr Ziel, für mich zumindest. Leider fehlt mir komplett der Bezug zum esotherischen Part und erkläre mich hiermit für zu dumm. Darum: am besten auf DVD anschauen, die Natur oder das Mysteryfinish wegspulen und was bleibt ist ein bitteres Familiendrama mit Brad Pitt als Familientyrann in absoluter Bestform.

Fazit: Möchtegern esotherischer Aufbau beißt sich mit einem soliden, toll gespielten Familiendrama – eine merkwürdige Mischung!
Kino:
Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 29. Juli 2011
Ich habe selten solche Meinungsverschiedenheiten zu einem Film gesehen. Dementsprechend gespalten war meine Vorfreude auf den Film. Was mich dann erwartete war ein Film der versucht, intellektuell und ansprechend zu sein. Was der Film aber bei mir erzeugt hat war eine sinnlose Anhäufung von Metaphern und Gottesweisheiten dazu grandios sinnlose Szenen und Schauspielerauftritte.
So sehr ich auch das geistig ansprechende Kino liebe, erzeugte dieser Film einen Grad der Langeweile im Kino, den ich sonst nur bei 08/15 Hollywood Produktionen erlebe. Schade.
Kino:
Anonymer User
2,5
Veröffentlicht am 18. Juni 2011
Bei allem Respekt: Ich bin ein großer Malick-Fan und »The New World« ist ein Meisterwerk. Auch in »Tree of Life« gelingen ihm große Momente: die Kinder sind großartig in Szene gesetzt, Brad Pitt spielt brilliant etc. pp. ABER: das unerträglich pathetische Intro und noch schlimmer das erbärmliche Ende sind gequirlter Mist. Wäre der Film von Steven Spielberg, würde das gesamte Feuilleton über diese unerfreulich aufdringliche Botschaft, die platten Klischees und Metaphern, das Pathos, Türen, die sich in Landschaften öffnen, Engel (?), die mit ausgestreckten Armen durchs Wasser waten kollektiv herfallen. Kurz: in Canne hätte ich auch eher gebuht als gejubelt. Malick stand sich eindeutig selbst im Wege, wollte zuviel und ist gescheitert. Deswegen bleibt er trotzdem ein Kino-Magier. Irgendwie hat er sich mit »Tree« zu Lars von Triers schöngeistigem Antipoden im Geiste entwickelt. Das war nix. Sorry Terrence!
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