Quentin Tarantino hat mit Kill Bill ein großes Werk auf die Beine gestellt. Eine Menge guter Schauspieler konnte er gewinnen. Uma Thurman brilliert in beiden Teilen des Films und auch David Carradine in der Rolle des Bill, den wir nun endlich zu sehen bekommen, gefällt ebenso gut wie seine markante Synchronstimme.
Was aber auf der ganzen Linie missglückt ist, ist die Trennung des Films in zwei Teile. Lebte der erste Teil von der Action und dem teilweise recht hohen Tempo, so bietet der zweite Teil zwar die von Tarantino geforderten Dialoge in Hülle und Fülle, verliert aber auch an Tempo und Spannung. Wer Teil 1 nicht gesehen hat, wird es schwer haben, die enorme Motivation, die hinter dem Rachefeldzug steht, nachzuvollziehen. Für sich alleine wirkt Kill Bill: Vol. 2 gar fast schon langatmig, teilweise unzusammenhängend und ermüdend. Auch in der schauspielerischen Qualität der Nebenrollen baut Volume 2 gegenüber Teil 1 ab – Michael Madsen schafft es bei weitem nicht, Boshaftigkeit, Gnadenlosigkeit und den Killerinstinkt so zu verdeutlichen wie eine Lucy Liu in Teil 1.