"Flow" von Gints Zilbalodis ist ein poetischer Animationsfilm, der eine Welt zeigt, in der die Menschen ausgestorben sind und die Tiere auf sich gestellt sind. Als eine große Flut die Erde überschwemmt, müssen die Tiere lernen, zusammen zu arbeiten, um zu überleben. Die kleine schwarze Katze, die die Protagonistin des Films ist, findet, nachdem sie von den steigenden Wassermassen überrascht wurde, auf einem Boot Zuflucht, das von einem Capybara gesteuert wird. Nach und nach gesellen sich noch ein Vogel, ein Katta und ein Golden Retriever zur ungewöhnlichen Mannschaft. Sie helfen sich gegenseitig und werden allmählich zu Freunden.
Die Animation der Tiere ist etwas gewöhnungsbedürftig. Sie wirkt leicht pixelig und kantig, ähnlich wie die ersten computeranimierten Filme von Pixar und Co. Mit der Zeit folgt man aber einfach nur noch der Geschichte und dem Schicksal dieser ungewöhnlichen Zweckgemeinschaft, in der schließlich die Zuneigung zueinander und die Sorge umeinander wächst. Und die Landschaft ist wunderschön und detailreich animiert, sodass die Macht der Natur sichtbar wird.
Eine Anmerkung habe ich noch für Eltern von kleinen Kindern. "Flow" ist zwar ein Animationsfilm mit Tieren, aber die Geschichte wird sehr ruhig erzählt, es gibt keine Dialoge und wenig Action. Das ist also nicht unbedingt ein Kinderfilm. Das ist schon was ganz Anderes als "Paw Patrol" o. ä. Es gab im Publikum Kinder, die dem Film gebannt zugeschaut haben, aber auch Kinder, die den Film total doof und langweilig fanden und dies durch lautstarkes Gequengel unentwegt kundtaten. Also, Eltern können das am besten einschätzen, ob ihr Kind auch ruhige, poetische Filme mag. Ich möchte nur drauf hinweisen, dass es nicht per se ein Kinderfilm ist.
Fazit: Schöner, trauriger, aber irgendwie auch hoffnungsvoll stimmender Film mit einer sehr süßen Katze als Hauptfigur. Lohnt sich!