Ein Kriegsfilm der etwas anderen Art..., besser gesagt, anders als man es aus Amerika kennt . Durchaus interessante Story die sich nah an der vorhandenen historischen Vorlage orientiert. Nicht desto Trotz werden auch hier reihenweise Klischees bedient. Durchaus gekonnt zwei (eigentlich drei) parallel laufende Handlungen so zu koordinieren, dass man nicht den Faden verliert, wobei eine der drei Handlungen (1957 in Jalta) ja nur den Filmrahmen (Anfang und Ende) darstellt. "Red Sniper" könnte man durchaus als Pendant zu "American Sniper" verstehen, was aber fatal wäre, da es sich um vollkommen unterschiedliche Kriege handelt. Ungeachtet dessen, glaube ich aber schon, dass die Macher das durchaus im Hinterkopf hatten, auch wenn es unter dem Deckmantel des 70jährigen Sieges über Hitlerdeutschland propagandiert wird. Der Film ist ein wenig langatmig, schauspielerisch jetzt nicht so spektakulär, aber wie oben schon erwähnt, durchaus interessant. Wie in so ziemlich jeden Kriegsfilm, gehen auch hier einige Stellen richtig unter die Haut (z. Bsp. die Bilder der Evakuierung von Sewastopol). Wer Ähnliches wie aus den Hollywoodstudios erwartet, wird enttäuscht sein. Für Genre-Fans aber durchaus sehenswert.