Die ersten Erwartungen an den Film wurden geweckt, als der Titel des Films bekannt gegeben wurde: “American Pie 4: Das Klassentreffen“
Jetzt kann man denken, dass sich alle als Singles oder liierte bzw. verheiratete Personen wiedersehen. Zweiteres würde dem Film einen grotesken Unterton geben. Und so kam es auch. Jim ist mit Alyson zusammen und hat ein Kind mit ihr. Oz ist vergeben und auch Kevin ist liiert. Übrig bleiben Finch und der Stifmaster.
Bei so einer Zusammensetzung fragt man sich wirklich, was sich Jon Hurwitz und Hayden Schlossberg bei der Niederschrift des Drehbuchs dabei gedacht haben. Und wie es der Zufall wollte, wurde der Film ein absolutes Disaster, der nur in wenigen Szenen den Zuschauer zum Lachen bringt. Alle Vergebenen geraten durch die Ironie des Schicksals in unangenehme Situationen, die sie vor ihren Partnern in Erklärungsnot bringt. Der Film verliert sich 90 Minuten lang in Entschuldigungen dieser Personen. Einzig Seann William Scott erhält durch seine Rolle einen relativ dankbaren Part und kann ihn solide umsetzen, auch wenn das dem Film nur kleine Höhepunkte verleiht. Im Film wird einfach keine Grenze überschritten, so wie es sich für einen American Pie-Film gehört. Eher entwickelt sich Hurwitz’ Werk als schlechte Liebeskomödie.
Die Handlung des Films ist mehr als überflüssig und es scheint, als haben sich die Verantwortlichen aus kommerziellen Gründen irgendeinen Müll aus dem Hirn drücken müssen. Der Zuschauer weiß nie, wann denn jetzt genau das besondere Klassentreffen ist. Die Handlung springt und springt, sodass kein richtiger Faden vorhanden ist. Dass Jims Mutter gestorben ist, gehört nicht in den Film hinein. Die Ansprüche von der 12 Jahre jüngeren Mia wirken lächerlich. Stifflers „Party“ ist ein Witz und passt auch nicht zum Film. Oz’ und Kevins alte Bekanntschaften sind an den Haaren herbeigezogen.
Schauspielerisch ist wirklich nichts hervorzuheben. Jason Briggs hat den undankbarsten Part bekommen und verliert sich in Situationen mit seiner Freundin und seinem Vater andauernd in Wiederholungen und Entschuldigungen, die den Film langweilig und öde machen. Zu danken ist abermals Hurwitz und Schlossberg.
Ein absoluter Flop wurde hier abgeliefert und dass solch eine Handlung nicht zu American Pie passt, ist für jeden Amateur zu sehen.