Schon der Trailer zu "Love" ließ eine Mischform aus der intellektuellen Tiefe von Duncan Jones Kritikererfolg "Moon" und der audiovisuellen Pracht von Danny Boyles oft schmerzhaft unterbewertetem "Sunshine" erahnen. So ist es denn nun auch gekommen,leider kann Eubank keinem seiner beiden noch jungen Vorgänger im Geiste das Wasser reichen (von seinem offenkundigen Idol "2001: Odyssee im Weltraum" ganz zu schweigen). Dies liegt ganz simplerweise in seinem ernüchterndem Nachklang: Nach knapp 90 sinnlichen und wahrhaft überwältigenden Minuten,die ein durchgehendes Gefühl von Genuss und Begeisterung im Körper verströmen,erscheinen einem etwas später erstaunlicherweise kaum nennenswerte Anhaltspunkte und Anregungen,die zum Reflektieren einladen würden; ebenso wenig nimmt man die Begeisterung aus dem Kinosaal bis nach Hause mit. Trotzdem: Der oftmals von hinreißender Schönheit nur so berstende,hypnotische Bilderrausch,den Eubank da mit unfassbar bescheidenen Mitteln auf die Leinwand gewuchtet hat und der im grandiosen Soundtrack von Angels & Airwaves sein akustisches Pendant erhält,ist ein außergewöhnliches Filmerlebnis,wie man es nur selten im Kino anfindet.