Irgendwie komisch: ich mag Kristin Scott Thomas sehr und kann es ihr nichtmal verübeln wenn sie eine solche Rolle wie diese hier spielt – sie agiert als eine Frau die ihr eigentlich glückliches Familienleben schlagartig zerstört und eine folgenreiche Affäre mit einem anderen eingeht. Richtig schlimm wird’s aber erst im weiteren Verlaufe des Films: der geprellte Ehemann dreht seiner untreuen Gattin den Geldhahn zu, die und ihr neuer Lover geraten in Existenznöte und um sich ihr neues Leben zu erhalten beginnt die Frau unfassbar egoistisch zu agieren. Dabei bezieht der Film trotz allem keine Positionen, im Gegenteil, gerade dadurch daß eigentlich alle Figuren eher unsympathisch sind wirkt der Blick auf sich die entwickelnde Tragödie fast dokumentarisch. Dabei laufen die Dinger immer spitzer zu bis sich alles weitere in einen absolut grausamen Finale entlädt – da der Film den Schluss gleich zu Beginn andeuten ahnt man zwar auf was das Ganze hinausläuft, aber trotzdem schockt es bis ins Mark.
Fazit: Eine scheußliche Tragödie, angezettelt durch eine komplett Ich-süchtige Frau – sehr beklemmend und schmerzlich!!!