Almodovars Filme sind immer wieder eine echte Erholung vom amerikanischen Hollywood-Perfektionismus. Merkwürdige Plots, unmotivierte Handlungssprünge, schrille Dekos, scharfe europäische Schauspielerinnen (warum hat Almodovar als Schwuler eigentlich immer so unfassbar scharfe Hauptdarstellerinnen?), verworrene Handlung und fehlende Spannungsbögen. Alles scheint dem an den Filmhochschulen Gelehrten zu wiedersprechen. Und dennoch finde ich seine Filme immer wieder unterhaltsam. "Zerrissene Umarmungen" besitzt einige starke Figuren und Szenen, ist in seiner Gesamtheit aber etwas zu verworren konstruiert. Oder liegt's an der Szenenabfolge oder dem Schnitt? Jedenfall reicht dieser Film nicht an die Highlights "Volver" oder "Alles über meine Mutter" heran. Für einen gemütlichen Kinoabend ist er aber allemal gut genug.