Zunächst möchte ich sagen, dass ich mir den Film unvoreingenommen und ohne jede Erwartung angesehen habe. Enttäuscht war ich leider trotzdem.
Ich habe nun wirklich nichts gegen realistische Filme und bin alles andere als Mr. Popcorn-Kino. Was mir mit "Tödliches Kommando" vorgesetzt wurde grenzte jedoch fast an eine Frechheit. Der Film besteht hauptsächlich aus 3 Figuren, die, obwohl sie fast von Anfang bis Ende zu sehen sind, nicht mal ansatzweise charakterisiert werden und damit geht natürlich sämtliche Sympathie flöten.
Ja, zugegeben, die erste Entschärfungsszene war nett anzusehen, jedoch bestand nie wirklich Abwechslung, so dass auch diese schnell langweilig wurden. Gerade durch die sorglose herangehensweise von Herr Ich-entschärfe-das-hier-alles-locker-weg, bei der schon vorher klar war, dass sowieso nichts passieren wird, blieb auch das letzte bisschen Spannung auf der Strecke.
Hinzu kommt, dass diverse Handlungsstränge, die plötzlich und unerwartet geknüpft werden (Stichwort: Beckham, Beckhams Haus...) genauso plötzlich und unerwartet wieder fallen gelassen werden sodass sie natürlich völlig wertlos sind.
Das einzige, was man dem Film zugute halten kann, ist, dass es nur eine einzige Länge gibt, die dauert jedoch volle 131 Minuten.
Fazit:
Flache Charaktere (deren Beziehung zu einander sich übrigens überraschend oft und grundlos verändert), Handlungsarmut und sinnlose Handlungsansätze verhindern einen guten Film. Die Abwehsenheit von Action spiegelte sich zudem in der Abwesenheit von Zuschauern im Kino-Saal wider (ca. 10 Zuschauer an einem Samstag Abend zeugen von einem guten Geschmack der breiten Masse).