Leni Riefenstahl stellte ihr Talent während der Zeit des Dritten Reichs in den Dienst der Nationalsozialisten und ist deshalb eine der kontroversesten Figuren der deutschen Filmgeschichte. Aufgrund propagandistischer Werke wie „Der Sieg des Glaubens“ (1933) und „Triumph des Willens“ (1935) wird der Einfluss der Regisseurin nach Ende des Krieges häufig nur unter politischen Kriterien verhandelt. Riefenstahls bleibender Einfluss auf das Kino wird dabei oftmals ausgeblendet: Vor allem mit ihrem zweiteiligen „Olympia“-Film (1936-38) erweiterte die Regisseurin die Möglichkeiten des Erzählens und beeinflusst damit bis heute (Werbefilm-)Regisseure auf der ganzen Welt – David Bowie und Andy Warhol feierten Riefenstahl gar als „Pop-Mutti“.Karriere als Solotänzerin Die am 22. August 1902 in Berlin-Wedding geborene Leni Riefenstahl war von Kindesbeinen an sportlich aktiv und ...
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