Ridley Scotts „Blade Runner“ ist unbestritten einer der größten Science-Fiction-Klassiker der Filmgeschichte – und trotzdem hat sich „Arrival“-Regisseur Denis Villeneuve 35 Jahre nach dem originalen Kinostart an eine Fortsetzung gewagt. Im Vorfeld lag die Befürchtung nahe, dass ein solch tollkühnes Unterfangen doch nur scheitern kann – aber dann entpuppte sich auch das späte Sequel „Blade Runner 2049“ als visuell atemberaubendes und thematisch vielschichtiges Meisterwerk.
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Meinung
Vor dem Kinostart von „Blade Runner 2049“ bat uns Dennis Villeneuve persönlich darum, so wenig wie möglich vorab von der Story des Films zu verraten – also verzichte ich auch an dieser Stelle auf eine Zusammenfassung des Plots und konzentriere mich lieber darauf zu erklären, warum mich der Film 2017 im Kino dermaßen weggeblasen hat, dass ich ihm danach hier auf FILMSTARTS nur die vollen 5 Sterne geben konnte.
Schon die erste Sequenz auf einer Farm in der Nähe von Los Angeles macht zwei Dinge ganz klar: Nach 13 (!) erfolglosen Nominierungen kam die Oscar-Academy endgültig nicht mehr darum herum, Kamera-Gott Roger Deakins („Skyfall“) endlich seine erste Auszeichnung zu verleihen:
Zwei Jahre später hat er zwar für „1917“ gleich noch mal gewonnen, aber da ging es vor allem um das „Gimmick“, dass der WW1-Kriegsfilm aussieht, als sei er ganz ohne Schnitt gedreht worden. „Blade Runner 2049“ bleibt hingegen Deakins‘ Meisterstück – vom grauen Grau des Auftakts über die orangestrahlende Wüste von Las Vegas bis zum spektakulär-minimalistischen Showdown in einer nächtlichen Brandung ist der Look einfach nur atemberaubend ...
Blade Runner 2049... und das, obwohl der Dennis Villeneuve fast ohne dezidierte Actionszenen auskommt. Stattdessen entwickelt sich das atmosphärisch-philosophische Science-Fiction-Epos vielmehr von Beginn an zu einem emotionalen Volltreffer: Obwohl sich mit Ryan Gosling („Drive“) und Dave Bautista („Riddick“) zu Beginn zwei eher als störrisch bekannte Schauspieler gegenüberstehen, peilt der Regisseur die größtmögliche Tragik an. Das hätte sogar ins Seifenopernhafte abgleiten können, aber „Blade Runner 2049“ ist derart subtil erzählt, dass die wiederholten Schläge in die Magengrube des Publikums nur noch wirkungsvoller ausfallen.
Das Fazit lautet dann auch: „Ganz selten hatten wir derart früh in einem Film das Gefühl, nicht einfach nur einen verdammt guten Blockbuster, sondern einen zeitlosen Klassiker zu sehen – und in den folgenden zweieinhalb Stunden gab es keine einzige Sekunde, die uns an unserem anfänglichen Gefühl zweifeln ließ.“
Wenn euch „Blade Runner 2049“ ähnlich gut gefallen hat wie mir: Der kommende Film von Denis Villeneuve startet wie gesagt im September des kommenden Jahres. Hier der erste deutsche Trailer zur Neuverfilmung von „Dune“ – mit Timothée Chalamet, Rebecca Ferguson und Oscar Isaac:
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