Wer denkt, der Film handelt von Garfield und seinem Besitzer Jon, der täuscht sich gewaltig, und so war ich doch einigermaßen enttäuscht. Ich habe mich doch so auf Breckin Meyer gefreut.
Die Geschichte von Jon, der Liz einen Heiratsantrag machen möchte, wird nur nebensächlich erzählt. Hauptthema ist die Verwechslung Garfields mit Prinz, einem verwöhnten, aus gutem Hause kommenden Kater. Garfield vergisst, wer er wirklich ist, und erst als die anderen Tiere über ihn lästern, merkt er, wo er eigentlich hingehört. Davor muss er allerdings noch das Anwesen vor dem gierigen Lord Dargis retten.
Für mich war eindeutig der erste Teil überzeugender. In diesem hatten Breckin Meyer und Jennifer Love Hewitt wenigstens noch eine Hauptrolle. Hier haben die beiden nur noch eine Nebenrolle, welche nicht so ganz überzeugen will. Auch die Liebesgeschichte zwischen den beiden kann nicht überzeugen, da Romantik erst gar nicht aufkommt. Zu kurz sind deren Auftritte. Es wirkt, als wäre den Machern nichts Besseres eingefallen. Die beiden wirken nur als Mittel zum Zweck. Garfield kann ja schließlich nicht alleine nach London reisen. Den einzigen "menschlichen" Part hat Billy Connolly bekommen, aber er fängt schon sehr bald zu nerven an.
Übertrieben finde ich auch die Phantasie, die benötigt wird, um dem Film folgen zu können. Dass die Tiere untereinander sprechen können mag ja noch verständlich sein, dass diese aber auch noch Lasagne machen können scheint doch sehr an den Haaren herbeigezogen zu sein.
Schade auch dass Garfield nicht mehr von Thomas Gottschalk gesprochen wurde sondern von Oliver Kalkofe. Dieser kommt nicht an Thomas Gottschalk heran und wird auch niemals an diesen herankommen. Eine Frechheit, uns Oliver Kalkofe vorzusetzen!
Fazit: Eine gelungene Fortsetzung ist etwas anderes.