"Stay" ist sicher kein konventioneller Film. So viel ist klar. Daher ist eine Bewertung des Films auch nicht leicht. Schon während des Films habe ich nach einer Erklärung gesucht und mir ist einiges durch den Kopf geschwirrt, aber alles ergab nicht 100% Sinn. Selbst an eine ähnliche Lösung wie im Film dargestellt, habe ich gedacht. Nur finde ich eben diese Auflösung nicht vollends befriedigend. Einiges kann man damit erklären, aber leider nicht alles. Vieles bleibt der Phantasie überlassen. Die einen finden das gut, die anderen eben nicht. Ich hätt mir doch mehr Aufklärung gewünscht. Das Filmende vergeht recht schnell, man sieht einige Zusammenhänge zum davor gesehenen. Fragen bleiben aber bestehen.
Achtung Spoiler
Der Film ist zum größten Teil aus der Sicht Sams, obwohl es doch die Nahtoderfahrung oder das Unterbewusstsein Henrys ist. Viel logischer wäre es doch, wenn der gesamte Film aus der Sicht Henrys wäre, und die anderen Personen dann darin vorkommen (eher passiv). Wir wissen nicht, ob es so eine Nahtoderfahrung gibt und was dann (im Kopf) passiert. Aber irgendwie hätte ich mit was anderem gerechnet, als mit dem, was Henry dann eben in den letzten Sekunden seines Lebens "vor Augen" hatte.
Spoiler Ende
Handwerklich ist der Film ansonsten ganz gut. Kamera und Schnitt passen. Die schauspielerische Leistung ist durch die Bank ansehnlich, jedoch auch nicht überragend. Als Psycho-Thriller deklariert, fand ich den Film stellenweise (gerade die ersten 25 Minuten)etwas langweilig.
Fazit: Der Film sorgt definitiv für Gesprächsstoff und man wird auch nach dem Abspann einige Zeit nachdenken. Entscheidend für den Ausgang des Filmurteils sind eben die letzten paar Minuten. Die meisten werden meiner Meinung nach diese doch eher als leicht verstörend und unbefriedigend empfinden. Vielleicht ist "Stay" beim zweiten Mal Anschauen besser, dennoch kann ich keine Filmempfehlung aussprechen.