Ein Junge begeht eine unfassbare Wahnsinnstat und wie die Figuren im Film ist man als Zuschauer auf der Suche nach der Ursache oder dem Grund wie das passieren konnte – darum nehm ichs vorweg, man beendet diesen Film sehr unbefriedigt. Statt einer Lösung (vielleicht ist das unfassbare ja die Lösung) bietet der Film anderthalb Stunden lang das Porträt und Psychogramm eines gestörten, eigenartigen Jungen und seiner Reaktion auf die Umgebung, des weiteren erleben wir einen übermässig ehrgeizigen Lehrer der versucht die sich bietende Lage auszuschlachten und gleichzeitig mit persönlichem Kummer zu kämpfen hat. Ein Film der bei mir eigentlich immer das Prädikat „Zeit für Betroffenheit“ bezeichnet wird und normalerweise gucke ich sowas auch ganz gerne, insbesondere hier wo mit Don Cheadle, Lena Olin, Chris Klein (Oz aus „American Pie“) und Kevin Spacey (der auch produziert hat) eine wahre Traummannschaft agiert. Was aber letztlich über alles hinausragt ist das beängstigende Spiel von Ryan Gosling, der mit seinem bderohlich leeren, harmlosen Gesicht einen der gruseligsten Leinwand-Weirdos überhaupt gibt.
Fazit: Grandios besetztes aber inhaltlich dürftiges Porträt eines gestörten Jungen und einer unbeschreiblichen Wahnsinnstat!