Nachdem Clint Eastwood mit seinem "Million Dollar Baby" bei der Oscarverleihung so derartig gut abgeräumt hat war zu erwarten dass das Genre des Boxfilmes erst mal ausgelotet sei - aber weit gefehlt. In fast genau der gleichen Filmlänge zeichnet Meisterregisseur Ron Howard ein ausführliches Porträt eines ehrenhaften, aufrechten Mannes der sich stur und mit Einsatz nach oben kämpft - die volle Klischeekiste also die aber in diesem Fall auf einer wahren Begebenheit beruht. Wenn das ganze schon mit der Story nicht wirklich punkten kann, was bleibt dann? Nun, genau zwei Dinge: zum einen sind die Boxszenen spektakulär, aufwendig und knallhart in Szene gesetzt dass es selbst jemandem wie mir der diesem Sport kein bisschen was abgewinnen kann imponiert und zum zweiten ein großartig aufspielendes Starensemble. "Bridget Jones" Rene Zellweger braucht zwar eigentlich nichts all zuviel zu tun, dafür glänzt "Sideways" Star Paul Giamatti als herzensguter Gehilfe und über allem steht Russel Crowe der als ehrenhafter Mann eine Leistung bringt die für mich meilenweit über den sturen Gladiatoren hinausragt. Alles in allem habe ich von diesem Film kaum was erwartet, aber war erstaunt wie sympathisch Crowe sein kann und wie flugs 145 Minuten durchfliegen - also, der Streifen bietet echt mehr als er erwarten lässt, großartiges Starkino!
Fazit: Russel Crowe brilliert in einem unterhaltsamen Boxerdrama mit Charme und knallharten Kampfszenen - hervorragend und dramatisch!