Leider sehr vorhersehbarer Film, der Schritt für Schritt die Lebenssituation der Hauptfigur zerlegt. Die arg routinierte Vorgehensweise, die konstante Phrasendrescherei der Hauptfiguren, die sehr holzschnittartigen Figurengegensätze nehmen dem Film dabei leider seine Individualität. Zwar umgeht er einige Klischees wie Student-Dozenten-Verhältnisse etc. erfolgreich. Aber dafür sind die Szenen ohne subtile Gegensätze, die es zu vertiefen lohnt. Stattdessen werden dem Zuschauer alle Figuren mit ein oder zwei banalen Eigenschaften vorgestellt, sodass die Figuren wie eine Klischee-Sammlung werden: die emotional unterkühlte Dozentin, der mürrische Ehemann, die zum Pflegefall werdende Mutter, der revolutionär angehauchte Schüler. Dazu gibt es endlose Diskussionen über Politik, Philosophie etc. Das wäre alles halb so schlimm, wenn der Film Humor und eine eigene Note aufweisen würde. Das ist nur eben nicht der Fall.