Noch nie war Johnny Depp so herrlich böse
In diesen Film spielt Johnny Depp seine Titelrolle perfekt. Ohne Übertreibungen oder Effekthascherei erschafft er eine Aura des Bösen um Gellert Grindelwald. Im Gegensatz zum Schreckgespenst Voldemort erreicht er seine Gefolgschaft nicht durch Erpressung, Androhung von Gewalt und großartigen Versprechungen, sondern durch geschickte Manipulation, Verlockungen und dem Schüren von Ängsten. Er kommt als vermeintlicher Retter daher, der angeblich nur im Sinn hat die magische Welt vor den Muggeln zu schützen und er stellt sich als Opfer einer grundlosen Hetzjagd der Zauberer Regierung da, die angeblich ihre magischen Bürger verrät. So etwas muss Menschen, die sich etwas in Geschichte auskennen, sehr bekannt vorkommen.
Mit Worten und Taten gelingt es ihm, sogar Queenie Goldstein auf seine Seite zu ziehen und das zeigt, dass jeder einen dunklen Punkt in seiner Seele hat, den Grindelwald zu seinem Vorteil nutzen kann. Er erschafft eine Vision vom 2.Weltkrieg, zeigt die Anfänge vom Holocaust und den Abwurf der Atombombe und fragt dann: „Und wann werden die Muggel ihre Waffen auf uns richten?“. Damit hat er seine Gefolgschaft in der Tasche. Niemand ist vor ihm sicher. Er ist ein Demagoge des Bösen; tausendmal schlimmer als Lord Voldemort.
Schon allein dieser Johnny Depp ist einen Kinobesuch wert, aber dieser Film kann mit noch mehr Pluspunkten aufwarten. Mit Jude Law ist die Rolle des Albus Dumbledore perfekt besetzt und Eddie Redmayne spielt Newt Scamander wieder glänzend konfus und wunderbar unbeholfen in Sachen Liebe.
Es werden neue Charakteren eingeführt; auf deren Entwicklung in den folgenden Filmteilen man sehr gespannt sein darf. Die Szene auf der Brücke nach Hogwarts zeigt, das sich hier eine verschworene Gruppe gegen Grindelwald bildet.
Die Tricktechnik in diesem Film ist genial, die Luftkampfsequenz zu Beginn ist rasant und die magischen Tierwesen zeigen viel Liebe zum Detail. Die Tricktechniker haben eine glänzende Arbeit geleistet.
Der Film endet mit einer Riesenüberraschung und einem Schock für den Zuschauer.
Fazit: Der Film ist sein Eintrittsgeld wert und wird keinen Zuschauer enttäuschen.