„Insidious: Chapter 3“ spielt einige Jahre vor den ersten beiden Teilen. Im dritten Teil der Reihe, der erstmals nicht von James Wan dirigiert wurde, wird die Tochter Quinn der Familie Brenner von bösen Dämonen heimgesucht.
Die hübsche, wenn auch untalentierte Hauptdarstellerin Stefanie Scott, die den mittlerweile leider genretypischen Charakter eines schreienden Teenies verkörpert, hat in etwa so viel Ausstrahlung wie ein Stein. Ähnlich verhält es sich mit den anderen Darstellern in „Insidious: Chapter 3“, die weder durch Schauspiel noch durch Charisma überzeugen, selbst Lin Shaye, die schon seit Anbeginn der Reihe als Elise dabei ist, wird von Teil zu Teil immer schlechter. Selbiges gilt auch für ihre Ghostbuster-Crew, bestehend aus Angus Sampson und dem Regisseur des Filmes, Leigh Whannell.
Anzurechnen ist „Insidious: Chapter 3“, dass er versucht mehr auf Atmosphäre als Jump Scares zu bauen. So hat man es hier geschafft, eine fünfminütige Sequenz zu filmen, in der die Geisterjäger paranormalen Aktivitäten im Hause der Familie Brenner nachgehen, die vor Spannung nur so strotzt aufgrund ihrer wirklich herausragenden Inszenierung.
Dennoch verzichtet der dritte Teil der Reihe nicht gänzlich auf diese billige Art des Schockens, und so gibt es einige rare Momente in denen einzig ein lauter Knall oder ein Schrei ein Zusammenzucken des Zuschauers hervorruft. Das just auf dem Bildschirm geschehene hingegen lässt den Betrachter aufgrund des technischen Niveaus eher schmunzeln als schwitzen.
Bei einem direkten Abgleich mit „Insidious“ wird man zweifelsohne feststellen, dass sich „Insidious: Chapter 3“ nur in wenigen Aspekten vom ersten Teil der von James Wan ins Leben berufenen Reihe unterscheidet. Der Aufbau der Geschichte ist nahezu identisch, und auch die Entwicklung derer kommt einem sehr bekannt vor. Ebenfalls bauen beide Filme in der ersten Hälfte sehr auf Atmosphäre, und erst im Finale kommt es zum Eintritt in die Welt der Toten und damit auch zum Eintauchen in die großen Schwächen beider Filme.
Was bei „Insidious“ bereits ins Lächerliche aufgrund diverser komischer Kreaturen (u.a. einer Figur, die Darth Maul zum Verwechseln ähnlich sieht) abdriftete konnte zumindest noch durch ein gelungenes Ende vom Totalschaden abgewandt werden. „Insidious: Chapter 3“ hingegen knallt nach einer ausgiebigen Fahrt durch das belanglose Nirgendwo, indem man zu allem Überfluss noch ein paar Geister sinnloserweise mit den Fäusten verdroschen hat mit voller Wucht gegen eine Leitplanke, und zurück bleibt nur noch ein einziger Haufen Trümmer, der auch durch die lächerliche letzte Szene nicht beseitigt werden kann.
„Insidious: Chapter 3“ ist nur ein weiterer der unzähligen Horrorfilme der letzten Jahre, die sich ihr Potenzial durch ein misslungenes Finale zunichtemachen. Schade, denn die Grundidee der Insidious-Reihe hat nach wie vor enormes Potenzial, das nur irgendwann einmal genutzt werden müsste.