Vaterlandsverräter
Filmposter von  Vaterlandsverräter
20. Oktober 2011 Im Kino | 1 Std. 37 Min. | Dokumentation
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Drehbuch: Annekatrin Hendel
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Inhaltsangabe

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Ein Portrait, das widersprüchlicher kaum sein könnte: Gratzik, ein ehemaliger Stasi-Spion will nicht reden. Jedenfalls nicht mit Annekatrin Hendel. Nicht mit dem westlichen Fernsehen. Und schon gar nicht über die Stasi-Zeit.

Er habe ja weder Gewissen, noch Moral, für diesen kapitalistischen Westen zumindest. Nur eine einzige Person, die ihm nahe stand, habe er bespitzelt, denn „Der größte Feind im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant“. Das Sprichwort habe ihm seine Mutter eingebläut erzählt er. Und wie er seine Arbeit als Im aufgab, berichtet er, sich outete und Vaterlandsverrat beging. Wenn Hendel ihn unterbricht und feststellt, er würde ja sehr wohl etwas erzählen, dann fährt er sie an: „Ja, aber auch nur, weil ich schon wieder meine Fassung verloren habe!“

Hendel gelingt es eine sensible Studie über einen Mann, der nicht schlecht und nicht gut ist. Der kein Wort verlieren möchte, es dennoch tut und trotzdem seine Sturheit bewahrt. Eine Geschichte über einen zweigeteilten Mann, den man in derselben Sekunde verabscheuen und wertschätzen kann. Und eine Geschichte über die DDR, ihre Kritiker und die Stasi, wie sie, selbst 20 Jahre später, nie erzählt worden ist.

Bild von Vaterlandsverräter Trailer DF 2:48
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Weitere Details

Produktionsland Deutschland
Produktionsjahr 2011
Filmtyp Spielfilm
Wissenswertes -
Budget -
Sprachen Deutsch
Produktions-Format -
Farb-Format Farbe
Tonformat -
Seitenverhältnis -
Visa-Nummer -