"Incendies - Die Frau, die singt" von Regisseur Denis Villeneuve ist ein überwältigendes Meisterwerk. Normalerweise kommt in einer Kritik das Fazit zum Schluss. Hier mache ich das aber anders, weil es schon lange keinen Film mehr gab, der mich emotional so mitgenommen hat. Der Film beginnt breits mit einer unfassbar tollen Szene: Untermalt von Radioheads grandiosem Song "You and whose Army?" sehen wir Kinder und Soldaten, die sich in einem Raum befinden. In einer ganz langsamen Karmerabewegung zeigt uns der Regisseur, wie den Kindern die Haare abrasiert werden. Dann konzentriert sich der Film auf ein besonderes Kind, dass einen intensiv und bewegend in die Kaera schaut, während ihm die Haare auf die Schulter fallen. In der nachfolgenden Szene springt der Film zum Notar, der den Zwillingen das Testament der verstorbenen Mutter vorliest. Jeanne und Simon machen sich dann auf die Suche nach ihren Ursprüngen... und der Vergangenheit der verstorbenen Mutter. Die Suche führt sie in ihr Heimatland, den Libanon. Ab hier zeigt der Regisseur zwei Handlungsstränge: den der Mutter und den der beiden Kinder. Das was die Mutter hierbei im Libanon erlebt ist schockierend und erschütternd zugleich. Erst im Laufe der Zeit lernt man den Menschen Nawal Marwan, die Mutter, richtig kennen. Im Lauf der Geschichte ergeben viele Szenen erst einen Sinn, am Ende wird man von der Wahrheit gar überwältigt. Regisseur zeigt mit diesem Film, dass sich ausländische Produktionen kenesfalls hinter Hollywood verstecken müssen. "Incendies" ist einer der besten Dramen der letzten Jahre und jetzt schon der beste Film 2011 (von den bisher gesehenen).