[...]Es kann für einen Film nichts Gutes heißen, wenn seine beste Szene die folgende ist: während meiner Sichtung wurde die Vorstellung nach etwa einer halben Stunde plötzlich abgebrochen, die Lichter gingen an, Mitarbeiter des Kinos stürmten den Saal und zogen einen hackestrammen Burschen und seine sichtlich angepissten Kumpels aus dem Saal. Eine freundliche Dame entschuldigte sich für den Zwischenfall und der Film ging weiter. Bäm, sowas erlebt man nicht jeden Tag! Und das bietet mir einen der wenigen Gründe, „X-Men: First Class“ in guter oder überhaupt in Erinnerung zu behalten (natürlich ist der beste Moment des tatsächlichen Films ein gewisser Gastauftritt !Snikt!)[...]„X-Men: First Class“ bietet mit den frischen Mutanten nichts wirklich neues: einen Energiestoß aus der Brust oder aus den Augen abzufeuern macht keinen großen Unterschied, der Teleporter Azazel macht das gleiche wie Sohnemann Nightcrawler im zweiten Teil, nur mit roter statt blauer Haut, ansonsten vieles wie gehabt: Mystique verwandelt sich, Magneto macht den Bender, Xavier pfuscht in anderer Leute Gedanken rum... Mehr vom selben, aber eben nichts Neues, was, soviel sei dem Film dann doch zugestanden, immerhin trotzdem noch für ein paar nette und teils bad ass'ige Momente sorgt[...]Ansonsten das typische Prequel-Problem: man weiß punktgenau, dass den Hauptfiguren nur in einem bestimmten Rahmen dieses und jenes passieren wird (Magnetos heel turn, Xavier landet im Rollstuhl), aber alle Spannungsmomente verpuffen, da sie nur darauf hinleiten und mehr oder schlimmeres oder wie auch immer eben einfach nicht passieren kann. Unvorhersehbarkeit schafft „First Class“ in dieser Hinsicht auch nicht über die Nebenfiguren, da die kaum charakterisiert werden und man sich somit auch nicht groß um ihr Schicksal kümmert. Jeder kriegt so sein kleines Fight’chen, das kurz vor Schluss noch ganz hastig zum Ende gebracht wird, aber letztlich dealt der ganze Showdown mit Dingen, deren letzte Konsequenz einfach nicht eintreten kann. Und bricht im übrigen auch hier mit der Kontinuität, besonders zum Auftakt des dritten Teils. Ach und als Uraltregel gilt: black guys finish first…[...] - komplette Review: http://christiansfoyer.de/2011/06/09/review-x-men-first-class/