Oft Sprünge im Film, die zur gedanklichen Komplettierung der Handlung zwingen : gut, aber bi. nicht zu oft einsetzen,
weil es dann schwerer wird die Handlung zu verfolgen. Die plötzliche Offenheit der Freundin
gegenüber der Mutter von T. wirkt
nicht überzeugend, da sie zu
Beginn als sehr zurückhaltender Typ gezeichnet wird.
Atmosphäre von N.Y. incl. Passanten und Bewohner ( Nachbar
mit Hund ) sehr realistisch getroffen, ebenso Umgang mit den staatlichen Organen:Zivilpolizei in der U-Bahn, Vollzugsbeamte hinter Glasscheibe. Film gibt hier sehr gut die Atmospäre nach 9/11 wieder, wie ich sie selbst erlebt habe. - Sehr gut auch die Frustration von " Walter " und deren Auswirkungen auf ihn: glaubhaft dargestellt. - Kameraführung und Ansichten von N.Y. gut bis sehr gut.
Nicht so gut : Der Film hat nur
ein spannendes Überraschungsmoment: Wer ist in der Wohnung ? - Man könnte mehr aus dem Thema machen, indem man die vita der handelnden Personen
in die Handlung einbindet und damit z.B. ihre Ängste Und Sehn-
süchte erklärt. Der Gegensatz: hier Menschen, die nur leben wollen, dort verständliche aber allmächtige staatliche Gewalt kommt nur einmal richtig beim Ausbruch von " Walter " vor der Glasscheibe des Abschiebegefängnisses zum Ausdruck. Deutscher Titel trifft nicht die Handlung. " Ein Leben nach dem 11.September " wäre ein Vorschlag.