Perfekt ist hier nur Anthony Hopkins. Das Verbrechen ist fünf Ecken zu unoriginell um perfekt zu sein. Ohne Spoiler kann man diesen Satz leider nicht diskutieren. Nur so viel: Wer aufpasst, dem erschließt sich die Lösung fünf Minuten nach dem Mord. Und der Film weist entgegen aller Thriller-Manier ausgesprochen deutlich auf den zugehörigen Knackpunkt des Verbrechens hin - wieder und wieder und wieder - und bevor er das tut, zeigt er die "originelle" Auflösung des Rätsels gleich zu Anfang in Großaufnahme. Das kann man positiv sehen: Dem Zuschauer wird die Chance gegeben, den Plot der Story mit etwas logischem Nachdenken (bzw. schlicht ein wenig Erfahrung im Krimi-Genre) voraussehen zu können. Wer hingegen erwartet, dass der Titel annähernd hält, was er verspricht, wird es jedoch wohl nicht gerade grandios finden dem Staatsanwalt ständig drei Schritte voraus zu sein.
Sagen wir's so: Wer „Das perfekte Verbrechen“ geht um Popcorn zu essen und sich berieseln zu lassen, dem wird die Auflösung der Geschichte zu Anfang wohl nicht auffallen. Dann sieht man hier einen spannenden Thriller (dessen Ende dennoch nicht in die Analen der originellsten der Filmgeschichte eingehen wird.) Wer sich aber ganz auf den Film einlässt, wird den Plot schneller durchschauen, als ihm lieb ist. Glücklicherweise ärgert man sich aber nur über den beschränkten Staatsanwalt; denn Anthony Hopkins spielt die Rolle des kaltblütig berechnenden und die Schwächen seines Kontrahenten ausspielenden Mörders gewohnt grandios. Aber das zugehörige Verbrechen ist seiner wahrlich nicht würdig!
Ein netter Kinoabend für den Feierabend mit Popcorn eben.