Durchschnitts-Wertung
4,5
2467 Wertungen
Deine Meinung zu Braveheart ?
3,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Apollo 13, Casino, Dead Man Walking, Die üblichen Verdächtigen... DAS waren die Knaller 1995. Aber Braveheart gewann den Oscar. Vermutlich weil dieser aus historischen Fakten zu einem nicht mehr ganz so historisch korrekten Epos zusammengeschusterte Film das Publikum mit seiner Extraportion an Emotionen blendet.



Heldenmut, Patriotismus und Tragik werden an die Spitze getrieben, sodass eigentlich alles andere verdrängt wird. Ihre ihnen von Regisseur Gibson zugeteilten Aufgaben erfüllen die Schauspieler löblich, nur ist die Idee der Geschichte schon von vornherein zu theatralisch um wirklich zu überzeugen und dem Zuschauer bis ins Mark zu dringen. Ein Hauptproblem ist auch, wie übertrieben schnell doch gewisse Begebenheiten, wie z.B. die Umstimmung eines Heers durch nur ein paar Worte oder der Liebesakt des Witwers mit einer frisch kennen gelernten Neuen, eintreten, und das trotz der epischen Länge des Films.



Musik, Ausstattung und Kamera werden ohne Frage hervorragend eingesetzt, nur ist es eben die damit vermittelte Geschichte, die genauer betrachtet nicht so ganz zu überzeugen weiß. Braveheart erhält hiermit das Prädikat "überbewertet".
3,0
Veröffentlicht am 1. Februar 2017
"Braveheart" war eine riesige Enttäuschung um ehrlich zu sein.

Die Ausstattung ist in Ordnung, auch wenn man am Anfang etwas das Gefühl hat es seien Kinderkostüme.
Die Action ist "nur" ist Ordnung und darüberhinaus nicht wirklich abwechslungsreich.
Die erste dreiviertel Stunde grenzt leider schon fast am Kitsch.
Das Schauspiel der Darsteller ist leider nur solide und der Film an sich konnte mich nicht richtig mitreißen, zumindest nicht emotional.
Bei einer Lauflänge von ca. 2h45 hätte man gute 40 Minuten kürzen können.
Die Story ist nicht mitreißend genug und zu dünn für eine solche Lauflänge.
Die Inszenierung ist solide, kommt aber bei weitem nicht an das ran, was Mel Gibson uns in "Apocalypto" lieferte.
Der Score von James Horner ist grandios.
Hier und dort gibt es schöne Landschaftsaufnahmen.

Fazit: Die oben genannten Sachen sind etwas übertrieben, doch bei hohen Erwartungen ist der Film leider sehr enttäuschend und hinterlässt einen faden Nachgeschmack. Ich konnte wenig mit anfangen und zudem ist dieser qualitativ O.K. aber leider nicht mehr.
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 19. Mai 2024
Mel Gibson hat einen spektakulären Film über Schottlands Nationalhelden, William Wallace, gemacht und gleich die Hauptrolle mitübernommen. Die kleinen historischen Ungenauigkeiten kann man vergessen, weil man gut unterhalten wird. Gewisse Dinge gehören klischeemäßig einfach zu Schottland (z.B. Haggis, Whiskey und der Kilt) wie die Wolle zum Schaf. Der wichtigste Nebendarsteller ist die grandiose schottische Landschaft und eine Tatsache, über die es keine zwei Meinungen gibt: im Kampf England gegen Schottland sind die Schotten nur an der eigenen Rivalität der Clans gescheitert. So wurde Braveheart verraten und die Regie hat seinen schmerzhaften Tod episch breit angelegt. Auch für Insider ist das Ende etwas unübersichtlich. Vor allem das gelegentliche Auftauchen des Alten De Bruce (Ian Bannen) schafft für Genauhingucker leichte Probleme. Vater und Sohn tragen die gleichen Vornamen… Und die Wankelmütigkeit seiner Landsleute ist schon erstaunlich.
Um das zentrale Thema der Freiheit ranken sich noch zwei intensive Liebesgeschichten: Bravehearts Jugendliebe Murran (Catherine-dieLandGirls-McCormack) und am Ende noch die Prinzessin von Wales Isabelle (Sophie Marceau), die Wallace in Bedrängnis bringt, weil sie zwischen England und dem Helden aus dem Norden nicht differenzieren kann bzw. will. Die Zuschauer am Wegesrand schwanken zwischen Halleluja! und Kreuzige Ihn! Eigentlich ungewöhnlich für einen populären Volkshelden, den die Legende zum Übermenschen macht.
Am Ende gewinnt nur das Publikum bei dem Spektakel, wenn man vom Pathos nicht abgeschreckt wird und man sich von den Emotionen davontragen lässt. Aber der schottische Patriotismus geht schon in diese Richtung.
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 3. Juni 2011
Ich bin zwar ein Fan solcher historisch angehauchter Filme, aber mit ''Braveheart'' konnte ich wirklich mal gar nichts anfangen. Sicher ist die Romanze recht schön und die Kampfszenen erweisen sich ebenfalls als nicht gerade übel. Dennoch war der Film weit von der epischen Breite eines ''Herr der Ringe'' entfernt und konnte auch keine annähernd so intensiven Emotionen hervorrufen. ''Braveheart'' ist ein solider Film und Historien-Liebhaber werden vielleicht sogar begeistert sein, ich aber ging eher mit gemischen Gefühlen aus dem Film.
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