Egal ob romantische Komödie (4,5 Sterne für „SMS für dich“), Action-Komödie (4 Sterne für „Sweethearts“) oder Tragikomödie (4 Sterne für „Einfach mal Schönes“) – Karoline Herfurth steht aktuell ganz weit oben auf der Liste der spannendsten deutschen Regisseurinnen und Regisseure, und verdammt erfolgreich sind ihre immer überraschenden und trotz ihres Mainstream-Appeals doch stets aus dem Rahmen fallenden Filme noch obendrauf!
In wenigen Wochen wird sich zeigen, ob Karoline Herfurth bei der ersten Fortsetzung ihrer Regiekarriere nun erst mal auf Nummer sicher gehen wird – oder ob sie uns doch wieder überrascht und aus der Komfortzone drängt: Auf „Wunderschön“ folgt „Wunderschöner“ – und auch diesmal werden wieder allerlei Geschlechterthemen auf eine Art abgeklopft, die sehr viel tiefer zu bohren scheint, als man es von (deutschen) Ensemble-Komödien eigentlich erwarten dürfte.
Neue Gesichter …
Noch nicht in „Wunderschön“ aufgetaucht ist Nadine (Anneke Kim Sarnau), die sich fest vornimmt, auch mit 50 Jahren noch jugendlich, straff und attraktiv zu bleiben. Doch als sich ihr Mann Philipp (Godehard Giese) einer Prostituierten zuwendet, gerät Nadine in eine tiefe Lebenskrise. Sie fragt sich verzweifelt: Was bietet diese Frau, das sie selbst nicht mehr hat? Gleichzeitig wird ihre Tochter Lilly (Emilia Packard) in der Schule von ihrer Lehrerin Vicky (Nora Tschirner) mit Vorträgen über die Unsichtbarkeit von Frauen in der Geschichte konfrontiert. Lilly steht vor der Herausforderung, ihren eigenen Willen zu finden und klarzumachen, was sie in ihrer Beziehung mit ihrem Freund Enno (Levy Rico Arcos) nicht möchte.
Währenddessen steckt Enno bei den Projekttagen in einem Kurs über „toxische Männlichkeit“ fest, der vom neuen Lehrer Trevor (Malick Bauer) geleitet wird. Trevor zieht bald auch Vickys Aufmerksamkeit auf sich, obwohl sie noch Gefühle für ihren Partner Franz (Maximilian Brückner) hat, der sich jedoch vorübergehend in die Berge zurückgezogen hat. Vicky ist unsicher, ob die klassische Zweisamkeit noch das richtige Lebensmodell für sie ist.
… und alte Bekannte
Julie (Emilia Schüle) wiederum versucht, sich an ihrem neuen Arbeitsplatz als Aufnahmeleiterin einer TV-Show zurechtzufinden. Doch ein übergriffiger Kollege setzt ihr zu und schürt ihre Selbstzweifel: Ist sie wirklich zu kompliziert, empfindlich oder zickig? Selbst wenn sie ihre Stimme erhebt, scheint niemand auf sie zu hören.
Auch Sonja (Karoline Herfurth) und Milan (Friedrich Mücke), die sich getrennt haben, müssen an ihrer Kommunikation arbeiten. In der Familientherapie suchen sie nach einem Weg, mit dem Scheitern ihrer Beziehung umzugehen. Als Sonja jedoch erfährt, dass Milan eine neue Frau datet, trifft sie das tief. Um nicht alleine zu bleiben, wagt auch sie sich in die Welt des Datings und erkennt dabei, dass sie eigentlich etwas völlig anderes sucht…
„Wunderschöner“ startet am 13. Februar 2025 in den deutschen Kinos – und ziemlich genau ein halbes Jahr später folgt dann die zweite heiß erwartete deutsche Komödien-Fortsetzung des Jahres:
Der erste Trailer zu "Das Kanu des Manitu" ist da – 23 Jahre nach "Der Schuh des Manitu"!