Ich konnte mit dem Streifen nicht viel anfangen. Eine paar stylische Bilder und interessante Masken, aber eine völlig abstruse Handlung, die wohl nur Genre-Fans hinterm Ofen vorlockt, ein dauerdröhnender Soundtrack und mäßige Schauspieler, die einem mit ständigem Gestreite, Geschreie und Geheule auf die Nerven gehen! Ist wohl Geschmackssache!
Leider ist "The Void" etwas enttäuschend. Kein Totalausfall, jedoch wäre mehr möglich gewesen. Das liegt kaum am Inhalt: Ein mörderischer Kult? Ein Krankenhaus im Belagerungszustand? Und ein gruseliges Labyrinth darunter? Schließlich noch die Hommage an H.P. Lovecraft? Passt! Schon in der Eröffnung wird mit den Erwartungen gespielt und dann behutsam, schließlich bald in die Vollen gegangen. Im Drehbuch muss das alles super ausgesehen haben. Doch das Team schafft es nicht die soliden Schauspieler richtig zu führen. Es fehlt etwas an Exposition: Wieso und warum vor allen Dingen die Figuren handeln wie sie es tun, hätte ergründet gehört. Dann hätte man auch die üblichen Archetypen etwas besser variieren können. Weiterhin fehlt es auch etwas am richtigen Geschick. Man merkt, dass die Macher eben noch nicht so erfahren sind. Der Schnitt ist manchmal holprig und auch der Anschluss zwischen den Szenen passt nicht so. Für die gruselige Hölle verläuft alles zwar mit Spannung, aber nicht mit dem nötigen Mut. Statt der ekligen Monster (super!) hätte es eher eine größere Portion Wahnsinn gebraucht. Fazit: "The Void" ist ein tolles Genrekino, das viele klassische Einflüsse zusammenbringt und atmosphärisch ist. Dennoch hätte es noch mehr sein können. Das wäre eine Möglichkeit gewesen über die holprige Inszenierung hinwegzukommen.