An sich ein wirklich toller Film, ich finde es dennoch schade wie schlecht Liam Neeson als Vater von diesem frechen Kerl, der sein Sohn ist, behandelt wird. Sein Vater rettet ihn aus einer brenzligen Lage, bei der er sterben sollt, riskiert mehrfach sein Leben für seinen Sohn und ständig ist dieser undankbar und mürrisch und macht dem Vater Vorwürfe bzgl. der Vergangenheit. Am Ende rettet der Vater seinem Sohn das Leben und stirbt dabei und sein Tod wird gar nicht weiter thematisiert, dementsprechend zeigt der Sohn auch hier keinerlei Emotionen, stattdessen endet der Film aprupt. Wäre ich der Vater von so einem undankbaren Kerl, hätte ich ihn hängen lassen!
Man kann mit Recht behaupten daß Liam Neeson nur noch den gleichen Rollentypus spielt, nichts desto trotz sind es immer andere Filme und diese fallen auch noch hervorragend aus. Vor allem wenn Neeson mit Regisseur Jaume Collet-Sera zusammenarbeitet, was bereits bei „Unknown Identity“ und dem Flugzeugkracher „Non-Stop“ mehr als zufriedenstellend ausfiel. In diese Aufstellung reiht sich nun auch der neue Film ein: klar, neu ist daran wenig. Ein Haufen fieser Schmutzfüße die sich in den Straßen von New York gegenseitig ausknipsen, Neeson als stoischer Anti Held der gleichermaßen Schurken killt wie auch versucht sich seinem entfremdeten Sohn anzunähern … ein paar Schießereien, ein paar Autocrashs … irgendwie nix neues dran. Aber es funktioniert, der Film besitzt rohe Energie, ungeschliffene Härte und Power. Eben genau das was man erwarten würde wenn man mal wieder einen dieser „Liam Neeson“ Thriller schaut – und nix dagegen wenn der Mann weiter solche Filme macht. Fazit: Bei Liam Neeson schon routiniert auf hohem Niveau spielender Rachethriller der zwar nur altbekanntes verwendet, aber eine sehr effektive Zusammenstellung bringt
"Run All Night" gehört in eine Schublade mit Filmen wie "The Equalizer" oder "Redemption". Die Action ist wuchtig und brutal, doch es ist ein hochwertiger Actionfilm mit guten Stars und die Charaktere haben mehr Tiefe als in den meisten Actionern. Gegen Ende schafft er es emotional zu berühren. Was den Film stark macht, ist die Tiefe, welche in den Charakteren gebracht wird, ohne das Tempo des Filmes dabei rauszunehmen. Hier und dort ein paar Längen und neues bietet der Film auch nicht, doch insgesamt ein Film, den ich jedem Actionfan empfehlen kann.
Guter Actionthriller! Liam Neeson spielt den Charakter, den er quasi seit 96 Hours spielt, aber das macht er gut! Ed Harris hat in meinen Augen zu wenig Leinwandpräsenz mit Neeson zusammen, aber er spielt den nichttypischen Mafiaboss sehr gut! Die Story wird gut & spannend erzählt und es gibt quasi 2 Showdowns!
Fazit: Liam Neeson erneut in seinem Element. Ist das nicht langweilig und eintönig? Nein! Regisseur Collet-Serra setzt seine Prioritäten erneut an anderen Stellen als seine Vorgängerfilme und hat damit ein überwiegend packendes Action-Drama geschaffen.
Solide, aber schnell wieder vergessen. Während die einzelnen Elemente stimmen - allen voran die Hauptdarsteller - wird der Film spätestens bei dem vorhersehbaren Showdown zwischen Jimmy und Shawn (bei dem man auch fragen kann wie das so gut für den eigentlich total abgefuckten Jimmy laufen kann) eben NOCH vorhersehbarer. Das Finale erinnert stark an "Road to Perdition". Commons Rolle fand ich irgendwie dümmlich. Fazit: Hätte sich der Film mehr getraut, dann wäre es mehr als nur eine solide, schnörkellos inszenierte Thriller-Geschichte für einen Filmabend.
Tja ein weiterer... Das übliche, alles schonmal gesehen, aber solide und unterhaltsam. Wenn es nächstes mal nicht neues gibt, gibt's nur noch zwei Sterne für Liam.
[...]Run All Night fühlt sich wirklich an wie eine lange Nacht – nur leider nicht im positivem Sinne. Es zieht sich und man möchte irgendwann, dass es endlich zu Ende ist. Die Kamerafahrten sehen nett aus, die Schauspieler sind gut. Trotzdem will das alles nicht ganz funktionieren. Das liegt vor allem an Collet-Serras Inszenierung, mit der er eine verheißungsvolle Prämisse zu einem langweiligen Actioner verwurstet.