"127 Hours" ist, wiewohl definitv einer der besten Filme in den vergangenen 12 Monaten, kein Meisterstück geworden.
Jedoch ist er meiner Meinung nach inszenatorisch besser und kreativer als Boyles "Slumdog Millionaire", auch wenn dieser in diesen Dimensionen ebenfalls recht hoch punktet. Insgesamt sagt mir der Stil dieses derzeit recht gehypten Regisseurs ohnehin nicht großartig zu, ironischerweise passt er aber sehr gut zu diesem Film - anders als mit Boyles bunter, schriller und aufgeregten Art zu Drehen hätte die Geschichte eines Mannes, der 127 Stunden durch einen Felsbrocken eingeklemmt ist, schwer ohne Längen auf die Leinwände gebracht werden können. "127 Hours" hat aber keine Längen, und das ist wirklich eine erstaunliche Leistung, die vor allem für den Hauptdarsteller spricht.
Dennoch - ein ernsthafterer, schwerer Film hätte die Thematik noch realistischer und eindringlicher umsetzen können, auch wenn dies auf hohem Niveau sicher extrem schwierig geworden wäre. So gebe ich der Verfilmung dieser wahren Geschichte für Intensität eine 8 auf der 10er Skala. Und da Intensität die Dimension darstellt, hinsichtlich der ich bei diesem Film eine herausragende Leistung erwartet habe, ist "127 Hours" für mich ebenfalls eine (sehr sehenswerte!) 8/10.