Gundermann
Filmposter von  Gundermann
Pressekritiken
4,2 3 Kritiken
User-Wertung
3,8 52 Wertungen, 5 Kritiken
Meine Freunde
--
Bewerte :
0.5 katastrophal
1 schlecht
1.5 enttäuschend
2 lau
2.5 durchschnittlich
3 solide
3.5 gut
4 stark
4.5 hervorragend
5 Meisterwerk

Inhaltsangabe

FSK ab 0 freigegeben

1992: Einige Jahre nach dem Mauerfall arbeitet Gerhard Gundermann (Alexander Scheer) immer noch im Tagebau in Hoyerswerda. Der Mittdreißiger möchte aber eine neue Band gründen und auf Tour gehen. Seine Texte über „einfache“ Menschen, Ausbeutung und Ökologie sprachen dem Publikum schon immer aus der Seele. Dennoch behielt der Musiker seinen Job als Baggerfahrer bei, um unabhängig vom Erfolg seiner Kunst zu sein. Doch die Vergangenheit holt ihn ein, als herauskommt, dass Gundermann ein Informant der Stasi war. Während immer mehr ans Licht kommt, wie viel er aus Liebe zum Land über seine Freunde verraten hat, zerbricht Gundermanns Bild von sich selbst. Parallel dazu beginnt Gundermanns Geschichte im Jahr 1975: Der Querdenker ist gerade aus dem Militär geschmissen worden und tritt mit der Werkband auf, deren Mitglied auch seine Jugendliebe Conny (Anna Unterberger) ist, die später mal seine Frau wird.

Wo kann ich diesen Film schauen?

Kritik der FILMSTARTS-Redaktion

4,0
stark
Gundermann
Von Michael Meyns
Fast 30 Jahre - also gut eine Generation nach dem Fall der Mauer und dem Ende der DDR - scheint nun endlich (!) die Zeit gekommen, sich auf komplexe und Ambivalenzen zulassende Weise dem anderen deutschen Staat zu nähern. Allzu oft war die Auseinandersetzung mit der DDR, ihren Zielen und ihren Missständen bislang durch einen rein westlichen Blick geprägt – wie etwa in „Das Leben der Anderen“ oder Ostalgie-Komödien im Stile von „Sonnenallee“ oder „Good Bye, Lenin!“. Nun kommen endlich auch im Osten sozialisierte Regisseure mit ihren Geschichten und mit ihrem eigenen Blick auf ihre alte Heimat zum Zug: So etwa Annekatrin Hendel, die in ihrer Dokumentation „Familie Brasch“ einen Blick auf eine der faszinierendsten Familien der DDR wirft, oder eben Andreas Dresen („Halt auf freier Strecke“), der sich in „Gundermann“ des gleichnamigen Liedermachers, Arbeiters – und ja, Stasi-Spitzels - annimm
Bild von Gundermann Teaser DF 1:11
2.086 Wiedergaben
Bild von Gundermann Teaser (2) DF 1:19
548 Wiedergaben
Bild von Gundermann Trailer DF 1:46
10.406 Wiedergaben
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Sonntag, 15. April 2018
foto von Alexander Scheer
Rolle: Gerhard Gundermann
foto von Anna Unterberger
Rolle: Conny Gundermann
foto von Eva Weißenborn
Rolle: Helga
foto von Axel Prahl
Rolle: Führungsoffizier

User-Kritiken: sie liebten

Beste und nützlichste Rezensionen
4,5
Veröffentlicht am 9. Oktober 2022
Der Film Gundermann, der sich dem viel zu früh verstorbenen ostdeutschen Liedermacher Gerhard Gundermann widmet, ist zugleich spannende, lehrreiche und kurzweilige Biografie, aber auch ein bewegendes Zeitdokument über die Ambivalenz des Lebens in der damaligen DDR. Gundermann war ein streitbarer Geist. Überzeugter Kommunist. Singender, sanftmütiger Poet. SED Parteimitglied. Stasi-Spitzel, Täter und Opfer. Friedvoller Ehemann und Vater. ...
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4,5
Veröffentlicht am 29. November 2018
Ein toller Film, komisch, tragisch, ehrlich … ein Stück gelebte, erlebte DDR.
Gundermann als unangepasster DDR-Bürger, der sich anpasst, ohne sich auszuliefern, den seine Stasi-Vergangenheit einholt, die er (widerwillig) eingesteht, der er sich stellt, aber auch ausweicht. Alexander Scheer überragt alle, aber auch die anderer Mitspieler (u.a . Bjarne Mädel, Peter Sodan, Eva Weißenborn …) machen nur Freude.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 29. August 2018
Ich bin dankbar für diesen Film. Es war nicht das übliche Filmgucken im Kino. Diesmal hatte jemand wirklich den Projektor aus dem gelben Koffer rausgeholt, den Film zurückgespult bis zu dem Tag, als es noch da war, das Glück. Und während man den Film sieht, versteht man, dass es auch da nicht da war, das Glück, es hat sich alles nur ein bisschen heiler angefühlt. Die Wut, die Angst, die Hoffnung, der Glaube waren andere. Es ging immer ...
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Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 2. September 2018
Ein Film, so intensiv wie das Leben von Gerhard Gundermann. Ein Film ohne Actionszenen, ohne Leichen, ohne Schießereien. Somit eine Wohltat für Cineasten, die gute Filme mit Tiefgang lieben. Bei seinem ersten Versuch, Mitglied der SED zu werden, sagte eine Parteigenossin; "Der Genosse hat den Vorteil und den Nachteil, zu sagen, was er denkt". Besser kann man den Charakter Gundermanns wohl kaum beschreiben. Einer, der schon zu DDR-Zeiten kein ...
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Weitere Details

Produktionsland Deutschland
Produktionsjahr 2018
Filmtyp Spielfilm
Wissenswertes -
Budget -
Sprachen Deutsch
Produktions-Format -
Farb-Format Farbe
Tonformat -
Seitenverhältnis -
Visa-Nummer -