Zweifelsfrei ist "Skylines" ein wenig von "4 Blocks" inspiriert. Ein bisschen Straße, ein bisschen böse... usw. Klappt aber leider nicht ganz. Man muss allerdings zugeben, dass der Plot durchaus Potenzial hatte zu mehr als nur Durchschnitt. Anfangs tut sich "Skylines" schwer, die drei Handlungsebenen in Einklang zu bringen. Auch wenn diese sichtbar miteinander zu tun haben, richtige Harmonie will nicht aufkommen. Wer durchhält wird spätestens ab der 3. Folge belohnt, ab da wird's besser, vordergründig weil es ab da dank des "bösen" Bruders Ardan (gespielt von Dauer-Bösewicht Erdal Yiliz) "dreckiger" wird. Leider, und da muss ich ein wenig spoilern, fehlt es dann am Ende. Verzweifelt suchte ich auf Netflix die 7. (nicht existierende) Folge. Man bleibt nach Folge 6 mit zuviel offenen Fragen zurück. Wirklich schade, vor allem, da man nicht unbedingt mit einem Happy End zurückgelassen wird. Zweifelsfrei ist man hier von einer zweiten Staffel ausgegangen, die aber aktuell nicht mal in Aussicht gestellt ist. Lohnt es sich trotzdem..., ganz klares Ja! Wie geschrieben, die Serie wird von Folge zu Folge besser, spannender und auch durchaus glaubhafter. Wer nicht so sehr auf Rap-Musik steht, keine Angst, es hält sich in Grenzen. Schauspielerisch überzeugt vor allem Peri Baumeister als Polizistin Sara Reinhardt. Ansonsten gesunder Durchschnitt, mit durchaus bekannten Cast: Richy Müller, Lisa Maria Potthoff, Ralph Herford, Tim Wilde. Edin Hasanovic als "Jinn" Dietz fand ich jetzt nicht so toll, aber letztendlich ist das ja auch Geschmacksache. Alles in Allem ist das handwerklich schon ganz ordentlich und hätte eine zweite Staffel durchaus verdient gehabt. Es gibt weitaus Schlechteres in dem Genre.