Spike Spiegel
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4,5
Veröffentlicht am 11. April 2014
Wall E hat etwas geschafft, was in Filmen schon seit langer Zeit nicht einmal versucht wurde: Nonverbale Kommunikation mit dem Zuschauer. Man kann den Film einem beliebigen Menschen zeigen, egal welche Sprache er spricht, oder welchen kulturellen Hintergrund er hat: er wird Wall E verstehen____________. Die Beziehung der beiden Charaktere Wall E und Eve, die vollkommen individuelle Charaktereigenschaften besitzen, erfolgreich darzustellen, ohne dass ein einziges Wort gesprochen werden muss, ist eine absolute Meisterleistung. Auch die Slapstick- Komik wird bei Wall E auf ein ganz neues, kreativeres Level gebracht. Zu schade, dass all diese hervorragenden Leistungen nur auf das erste Drittel des Films zutreffen. Denn Pixar hat anscheinend doch Bammel davor bekommen, dass der Film beim Mainstream floppen könnte. Somit ist der Rest des Films auf gewohnt hohem Standart, aber leider ziemlich gewöhnlich geraten. Tolle Ideen und witzige Momente sind nach wie vor da, aber die Story um einen rebellierenden Bordcomputer, in der Wall E eigentlich nur eine Nebenrolle spielt, ist, im Vergleich zum Einstieg, höchst unoriginell. Was diesen Teil des Films rettet, sind die Szenen, in denen Wall E und Eve zusammen sind, da sie immer wieder, für eine kurze Weile, die qualitative Größe des ersten Drittels zurückbringen. _____________Es wäre mutig gewesen, den Ansatz des Films weiter zu verfolgen. Aber auch auf dem sicheren Weg bleibt Wall E der beste Animationsfilm seit "Die Unglaublichen".