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2,5
Veröffentlicht am 1. September 2012
Bis anhin bin ich davon ausgegangen, dass Christopher Nolan - wie viele begnadete Regisseure - seine Seele an den Teufel verschachert hat, um im Gegenzug nach Belieben gute Filme zu drehen. Heute stelle ich die These, dass er nicht getauft wurde und damit ein leichtes Opfer für niedere Dämonen ist. Die einzig andere vernünftige Erklärung für "Über das Sterben von Legenden" - ein wesentlich treffenderer Titel - scheinen mir ausgiebiger Alkohol- und Cannabiskonsum - bei anderen Drogen wäre etwas Originelles herausgekommen. Kurz zu den guten Seiten: die Figur der Selina Kyle und die der Miranda Tate. Bane wirkt in vielen Szenen so, als ob er seine Feinde totreden möchte. Wenn seine Reden doch nur interessant gewesen wären, hätte ich mir gesagt: Boah, was für ein muskulöser Rhetoriker! Seine Reden wirken aber eher wie Valium und zum Ende hin muss man echt gegen die einschläfernde Wirkung ankämpfen. spoiler: Talia al Ghul
scheint seine Neigung zu langen Reden zu teilen und lässt ebenso wenig Taten folgen. Stattdessen verfolgen die Bösewichte einen hirnrissigen Plan, der so strunzdumm ist, dass man während der Vorstellung das eine oder andere Mal fragt, ob man wirklich im richtigen Film sitzt. Wenigstens sind viele der für einen billigen Spannungsaufbau konstruierten Szenen genauso beschränkt, alles andere wäre ein unerwarteter Stilbruch gewesen. Das hätte mein Herz nicht auch noch verkraftet. Fazit: Bruce Waynes Training vom spoiler: Querschnitter
hin zur spoiler: Mädchenweitsprung-Olympiade
ist wohl kaum das, was Henri Ducard in "Batman Begins" mit "the will to act" meinte. Immerhin regt der Film zu netten kleinen Unterhaltungen über Fusionsbomben an. Die machen wieder einiges gut.