mikeros
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5,0
Veröffentlicht am 9. November 2014
Der Film ist nicht weniger als ein absolutes Meisterwerk. Man könnte meinen Nolan bricht mit dem Film selbst das Raum Zeit Gefüge, denn derart schnell vergingen 169 Minuten noch nie zuvor. Der Film verlangt vom Zuschauer eindeutig vollste Aufmerksamkeit und für unsere heutige Filmgeneration etwas mehr Durchhaltevermögen als üblich. Fans des "Mind Fuck" Nolans könnten sogar enttäuscht sein, denn dies allein ist nicht Ziel des Filmes (Was aber nicht heißen soll, dass die Story durchschaubar und nicht Nolan typisch wirr ist) Genau hier wird der Film polarisieren wie kein anderer. Denn auch wenn Inception mehr "mind Fuck" ist so ist dieser auch gleichzeitig zugänglicher und bedeutend Action orientierter als Interstellar. Interstellar nimmt sich viel Zeit um seine Story auszubauen bis sie eine, für mich lange nicht mehr verspürte, Sogwirkung entwickelt, die mir einige Gänsehautmomente verpasste. Man muss ähnlich wie bei Kubricks 2001 leicht surreale und skurile Dinge und Designentscheidungen hinnehmen, wenn auch längst nicht in dem Maße wie es bei 2001 der Fall ist. Kann man sich auf soetwas einlassen, so wird man belohnt. Die Action war teils unfassbar intensiv aber nicht überzeichnet und daher sehr glaubhaft inszeniert. Der Soundtrack von Hans Zimmer war enorm passend dosiert mal hypnotisch mal unglaublich brachial und zu meiner Freude klang es nicht mehr wie Zimmer seit Batman und Inception sondern eigenständig und neu.
Für mich war es ein absolutes Erlebnis und sogar noch packender als Inception. Für mich ist klar, dass wir mit Nolan jemanden haben, der es versteht hohen Anspruch und das Gefühl von Blockbustern perfekt zu vermischen. Nolan wird später mit den ganz großen in einer Liste stehen und ich bin dankbar dafür.