Die mexikanische Metropole Tijuana ist als Stadt an der Grenze zwischen Mexiko und den USA nicht nur ein Ort, an dem viele verschiedene Interessen und Hoffnungen aufeinander prallen, sondern auch ein Raum endloser Vergesslichkeit und Warterei. In seiner Dokumentation etabliert Filmemacher Gustavo Gamou seinen Protagonisten Don Resendo als Allegorie auf ebenjene schwindende Zeit und verlorenen Erinnerungen. Um dem organisierten Verbrechen zu entkommen und sein eigenes Überleben zu sichern, täuscht Resendo vor Freunden und Verwandten seinen Tod vor. Sein gesamtes bisheriges Dasein hinter sich lassend, führt er fortan eine anonyme Existenz ohne Vergangenheit, die ihm letztendlich Erlösung bringen soll und exemplarisch für viele ganz ähnliche Geschichten im von Gewalt und Drogenhandel geprägten Mexiko steht.