Ich mag Will Ferrell nicht. Ich mag Mark Wahlberg in Komödien nicht. Ich mochte "Die etwas anderen Cops" nicht und ich mag "Daddys Home" nicht. Belanglos und nicht lustig, tonnenweise flache Klischees die reihenweise abgearbeitet werden. Ja, die Frage ist durchaus berechtigt, warum ich mir den Film dann angesehen habe? Habe mich ein bisschen vom Box-Office verleiten lassen. Außerdem waren mir vom Regisseur Sean Anders die Drehbücher für "Zu scharf um wahr zu sein" und "Wir sind die Millers" als durchaus lustig in Erinnerung geblieben. Wer weiß, entweder ich habe früher zu viel getrunken, oder ich trinke jetzt zu viel. Da der Film sein Budget von 50 Millionen $ mehr als verdreifacht hat, muss es ja scheinbar Leute geben, die so etwas gut finden. Ich gehöre nicht dazu.
Der Humor ist sicherlich nicht ganz so brachial und skurril wie in anderen Ferrell-Komödien, enttäuscht wird man dennoch nicht. Es gibt viel zu lachen, oft auch unterschwellig, einfach wegen Ferrells saukomischer Art zu agieren oder zu sprechen. Als Fan kommt man voll auf seine Kosten, zumal das Duo Wahlberg/Ferrell auch hier wieder wunderbar funktioniert. Daher verstehe ich die schlechten Bewertungen nicht so ganz. Es ist ein touch mehr Familienkomödie, aber Herz hatten die Ferrell-Filme trotz grenzwertigem Blödsinn schon immer. Der ein oder andere Gag ist sogar too much, zB. beim Urologen. Der Film macht einfach Spaß, deswegen von mir eine klare Empfehlung.
Ein Film bei den man wirklich den Trailer zu Rate ziehen kann da man wirklich exakt das zu sehen bekommt was die Vorschau hergibt und eben auch genau die dortigen Erwartungen bestätigt werden: Ferrell spielt den Klemmi der zwar uncool ist, aber eigentlich alles richtig macht ohne daß es ihm irgendjemand anrechnet,dagegen ist Wahlberg zwar ein Hallodri, aber eben so cool wie man selbst gerne wäre und wird von jedem hofiert. Wie der Film dann ausgeht und auch welchen Verlauf er bis dahin nimmt kann sich zwar jeder selbst ausrechnen, aber trotzdem gibt’s auf dem Weg dahin den ein oder anderen richtig guten Gag. Leider aber hauptsächlich Standardware und erahnbares Material weswegen der Film eigentlich zu keinem Zeitpunkt so richtig lohnt und eben genau solches Filmmaterial darstellt welches man sich irgendwann mal im Fernsehen gibt, für das man aber kein Stück ins Kino rennen muß.
Fazit: Ein paar nette Lacher in einem Brauchbaren Film – genau das und keinen Funken mehr oder weniger!
das problem dieses films ist der, sagen wir vorgänger, "die etwas anderen cops". da hat das ungleiche duo ferrel/wahlberg nicht nur sehr gut funktioniert, sondern sich auch hervorragend in die story eingefügt. also erwartet man das gleiche hier auch, nur ist die story hier dermaßen langweilig und uninteressant, dass es gar nichts zum einfügen gibt. unglaubwürdig ist die story sowieso. wer lässt schon einen völlig fremden handwerker bei sich zu hause einziehen? die erste stunde passiert immer das gleiche, etwas zum lachen gibt es dabei aber nicht. dann versucht der film, sowas wie einen twist in der handlung, und die letzten 30 minuten ernsthaft zu sein. das tut dem film aber gar nicht gut. der film hätte mal weiter versuchen sollen, lustig zu sein, vielleicht hätte es dann ja in den letzten 30min geklappt. hier hat man eine sehr, sehr gute chance, seinem geld für das ticket hinterherzutrauern. lediglich ferrel/wahlberg sind als ungleiches duo sehenswert, aber mehr als zwei/drei mal schmunzeln sollte man nicht erwarten.
Was bereits in 'Die etwas anderen Cops' funktioniert hat, sollte auch in einem etwas anderen Umfeld funktionieren. Das scheint man sich jedenfalls in Hollywood gedacht zu haben, denn so erklärt sich in 'Daddy's Home' die erneute Paarung von Will Ferrell und Mark Wahlberg. Das Konzept des Films ist einfach erklärt: Zwei Väter, der eine der Tollpatschiiste Stiefvater (Ferrell), der andere der obercoole leibliche Vater (Wahlberg), messen sich in absurden Wettbewerben um die Gunst ihrer kleinen Bälger für sich zu gewinnen. Keine sonderlich originelle, aber dafür recht vielversprechende Ausgangslage die im Grunde das Zeug für eine nette und auch kurzweilige Familienkomödie bietet. Tatsächlich hat der Film ein paar Lacher und Schmunzler zu bieten, aber die meisten Witze kommen dennoch ein bisschen zu platt und übertrieben daher und steuern dabei, völlig unpassend für's Genre, auch schon mal die Gegend unterhalb der Gürtellinie an.