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    District 9
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    cofffey
    cofffey

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    3,5
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    An sich ein gelungener Flick.

    Aber mein Kritikpunkt ist die obsessive Fixierung auf den Halb-Alien-Protagonisten. Der ist so schwach und anti-heroisch gezeichnet, das ich mich mit ihm zu keinem Zeitpunkt des Film identifizieren konnte.



    Es gab viel interessantere Themen im Film auf die man hätte den erzählerischen Schwerpunkt legen können.



    Kino:
    Anonymer User
    4,5
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Filmische Adaptionen von Videospielen verhelfen Regisseuren eher nicht zu Ruhm und Anerkennung. Wer erinnert sich schon an Annabel Jankel und Rocky Morton, die mit „Super Mario Bros.“ (1993) für die Premiere von Hüpfhelden auf der Leinwand sorgten und damit einen der beklopptesten und schlechtesten Filme aller Zeiten lieferten. Auch Paul W.S. Anderson („Mortal Kombat“, 1995; „Resident Evil“, 2002) und Uwe Boll („House of the Dead“, 2003; „Far Cry“, 2008) gelten, gelinde gesagt, nicht gerade als versierte Meisterkönner. Beim Südafrikaner Neill Blomkamp liegt der Fall anders. Der Visual Effects-Spezialist drehte zum Release des Shooters „Halo 3“ (2007) eine Trilogie von live-action Kurzfilmen, die in ihrem groben Doku-Stil einen so guten Eindruck hinterließen, dass Produzent Peter Jackson Blomkamp für die Regie des geplanten „Halo“-Kinofilms einsetzte. Doch trotz Jacksons zugkräftigem Namen kam es aufgrund der explodierenden Kosten zum Stopp des Projektes, woraufhin Blomkamp stattdessen die Gelegenheit bekam, einen anderen seiner Kurzfilme, die Mockumentary „Alive in Jo’burg“ (2005), in einen mit 30 Millionen budgetierten Spielfilm zu transformieren. Und was immer Blomkamp auch aus dem Kampf des Master Chiefs gegen die feindlichen Covenant gemacht hätte, es hätte kaum furioser werden können, als das, was er mit „District 9“ gemacht hat.

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    Seit nunmehr über 20 Jahren hängt ein gigantisches Raumschiff über der Metropole Johannesburg in Südafrika. Die Außerirdischen, unabsichtlich auf der Erde notgelandet, leben seither unter unwürdigsten Bedingungen in einem Flüchtlingslager mit der Bezeichnung "District 9". Die zur Überwachung der Aliens gegründete Multi-National United (MNU) plant, aus deren Technologie Profit durch die Produktion von Waffen zu schlagen, allerdings scheitert dies aufgrund eines Schutzmechanismusses, der den Zugriff eines Nicht-Außerirdischen auf deren Technologie unmöglich macht. Bis der MNU-Beamte Wikus van der Merwe während einer Aktion zur Umsiedlung der Besucher mit einer Flüssigkeit in Kontakt kommt, die seine DNS entsprechend verändert...

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    Dem pseudo-dokumentarischen Stil mit Interviews, zwischengeschnittenen Bildern von TV-Übertragungen mit Senderlogos und Texteinblendungen und verwackelter Handkamera bleibt Blomkamp kompromisslos treu. Zu Anfang des Films geben mehrere Mitglieder der MNU und andere Experten einem Fernsehteam Auskunft über die Außerirdischen, die wegen ihres Aussehens Shrimps genannt werden. Der Zuschauer wird dabei mit voller Wucht in das Ereignis rund um das Auftauchen des riesigen, seit über zwei Jahrzehnten bewegungslos verharrenden Raumschiffes und der Unterbringung der unzähligen Aliens hineingestoßen. Wenig wird handfest erklärt, das meiste vermutet, die Chronologie der Interviews schlägt wilde Haken, einige Aussagen greifen den Ereignissen bereits vor, andere beschäftigen sich mit dem Aufkommen und den Gründen für das Misstrauen und teils offenen Hass, der den Shrimps seitens der Bevölkerung entgegenschlägt. Diebe, Waffenhändler, sogar Mörder sollen sie sein, mit einer unerklärlichen, abhängigen Vorliebe für Katzenfutter. Die Menge an Informationen und Bildern spült einen gänzlich hinein in „District 9“, bis man beinahe jeden Zweifel, beziehungsweise jedes Wissen um die (Un)Echtheit der geschilderten Vorgänge völlig abstreift.

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    Der eifrige MNU-Beamte Wikus van de Merwe, schwankend zwischen krampfiger Behördenreiterei und lässiger Abgeklärtheit, freut sich über seine Beförderung und den damit verbundenen Auftrag, die Umsiedlung der Außerirdischen zu leiten. Sie sollen District 9 räumen und in ein Zeltlager weit außerhalb von Johannesburg verlegt werden. Wikus und seine Einheit wandern von Barrake zu Barrake, um bestätigende Unterschriften der Shrimps zu sammeln, wobei der unverdrossene Wikus auch ein aus der Hand schlagen seines Klemmbrettes als Zustimmung wertet. Der Anti-Held mit weißem Hemd, hässlicher Weste und krummem Schnauzbart führt das Fernsehteam durch und in die heruntergekommenen Behausungen der Aliens, schnell wird der harte Umgangston der Soldaten und ihre Bereitschaft zur Waffengewalt deutlich, wobei auch ein bedrohter Shrimp nicht davor zurückschreckt, einem Aggressor den Arm abzureißen. Blomkamp offenbart während des Auftakts einen Reichtum an Details, Zwischentönen und insgesamt einer ungemein stimmigen Durchdachtheit, so dass das Fiktionale, die Merkmale des Genres Science Fiction an sich hinter dem Realismus und der dreckigen Echtheit des Gezeigten verschwinden. Allein die vielen Behelfsmäßigkeiten, mit denen sich die Aliens durchschlagen müssen, sind in ihrer Fülle und mit dem dargestellten Ideenreichtum von höchster Glaubwürdigkeit.

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    In vollstem Umfang tragen dazu Design und Umsetzung der Außerirdischen bei. Das Budget von gerade einmal 30 Millionen wirkt auf der Leindwand locker um ein drei- bis fünffaches höher. Ohne, dass Blomkamp sie durch Schatten verbirgt, haben er und Weta Digital gerechtfertigtes Vertrauen in ihre Kreaturen, die sich perfektestens in ihre Umgebung einfügen, mit ihr und den Schauspielern interagieren und in keiner einzigen Szene merklich künstlich daraus hervorstechen. Keine Sekunde, in der man an ihre Herkunft, also an Computer, Progammierer, CGI und Animatronik denkt und trotz der vielen (rein auf diesen Aspekt reduziert teils herausragenden) Effektespektakel diesen Jahres ist „District 9“ in seiner Authentizität wohl DAS tricktechnische Highlight. Dafür sorgen neben dem Creature Design auch die unterschiedlichen Waffen der Aliens, die im Laufe des Films reichlich zum Einsatz kommen, ein mechanischer Kampfanzug, der während des Showdowns ordentlich aufräumt, und nicht zuletzt die hervorzuhebende Arbeit der MakeUp-Abteilung.

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    Letztere darf sich vor allem an Sharlto Copley, der Wikus spielt, austoben. Nachdem dieser in der Hütte des Aliens Christopher einen seltsamen Behälter findet, der ihm Flüssigkeit ins Gesicht sprüht, äußern sich zunächst heftige Krankheitssymptome, wie Erbrechen und das Ablösen von Fingernägeln. Nachdem Wikus zusammenbricht und im Krankenhaus aufwacht, muss er entsetzt entdecken, dass seine linke Hand zu der eines Shrimps mutiert ist, was in der völligen Verwandlung in einen der ihren münden wird und ihn schon jetzt befähigt, die Waffen der Außerirdischen zu bedienen. Für die MNU wird Wikus zum Profit versprechenden Versuchsobjekt und während der Untersuchungen bleibt jede Menschlichkeit außen vor. Blomkamp treibt Wikus durch ein körperliches und psychisches Martyrium, wechselt in eine Perspektive sehr subjektiven Erfahrens seiner Leiden und bindet damit den Zuschauer emotional an ihn. Copley legt außerdem eine beeindruckende schauspielerische Leistung hin, weit über dem Standart des Sprüche raushauenden Ballerhelden. Er bringt, auch Dank seines unbekannten Gesichts, ebenfalls jenes Maß an Echtheit ein, das den ganzen Film kennzeichnet, von unbedarftem Bürokratencharme, über emotionale Szenen mit seiner Frau, bishin zu trockendstem Humor und dem dann doch unausweichlichen Ballerhelden, liefert Copley das gesamte Pakett mit Schleife verziert.

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    Nach seiner Flucht aus den erbarmungslosen Fängen der MNU kommt Wikus bei dem Alien Christopher unter, der mit seinem kleinen Sohn seinerseits die Flucht von der Erde plant, dafür aber jenen Behälter benötigt, dessen Inhalt Wikus Mutation verursacht hat und der nun im Besitz der MNU ist. Nachdem Christopher Wikus verspricht, ihn an Bord seines Mutterschiffs bringen und heilen zu können, fassen Mensch und Außerirdischer einen selbstmörderischen Plan, der für beide die letzte Chance auf Rettung bedeutet. Wie in Blomkamps „Alive in Jo’burg“, greifen auch die Ereignisse in „District 9“ Themen wie Xenophobie, Rassismus und die Zeit der Apartheid, sowie Rassenunruhen jüngeren Datums in Südafrika auf und übertragen den historischen Kontext auf Situation und Umgang mit den Aliens. Nicht nur seitens der MNU, die mit Körpern und Technologien der Außerirdischen experimentieren, sondern auch in Form von Gruppen von Nigerianern, die illegalen Handel betreiben, die Shrimps ausbeuten und sogar verspeisen, um ihre Kräfte zu erlangen. Blomkamp gibt seiner Geschichte damit Tiefe und Identität, wobei der parabellhafte Unterbau später der puren Action weicht, worin „District 9“ jedoch ebenfalls gänzlichst überzeugen kann. Aus dem Zusammenhang des Films und der Story stechen die Actionelemente nie heraus (wie dies, um ein Beispiel zu nennen, massiv bei „Transformers: ROTF“ der Fall war), sondern haben ihre Bindung an die Umstände und Ereignisse. Im Zuge seiner Machart ist der Gewalt- und Härtegrad nicht zu unterschätzen, nein, im neunten Distrikt fliegen wahrlich die Fetzen. Da werden Gliedmaßen abgetrennt, Köpfe und Körper zerplatzen. Der Film ist zutiefst dreckig und rau im Ton, in Verbindung mit ungehobeltem Humor ist er genau da knittrig und faltig, wo sonstige Hollywood-Produktionen gerne bis zur Plätte glatt gebügelt werden. Aus dem Rahmen und geradewegs in die Selbstzweckhaftigkeit fällt die Brutalität aber nicht, sie passt und gehört auf diese Weise und in diesem Maße zu „District 9“.

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    Vom frischen Setting, über die spannende Story, die bei vielen einzelnen Höhepunkten als brilliant konzipiertes Ganzes in Erinnerung bleibt, bis hin zur Meisterleistung der Tricktechnikabteilung ist „District 9“ ein enorm durchschlagendes Größtereignis. Einen hohen Reiz bezieht der Film über seine Offenheit, über die vielen Fragen, die zu Anfang und am Ende unbeantwortet bleiben und auch wenn angesichts des finanziellen Erfolges schon sehr laut über ein Sequel (oder Prequel) nachgedacht wird, ist die Faszination des Films schon als Einzelwerk unfehlbar (und bleibt es hoffentlich im Fortsetzungsfall). In einem an Meilensteine setzende Werken armen Kinojahr mag „District 9“ einen recht einsamen Höhepunkt markieren, dafür macht er dies mit einem solchen Karacho, dass es ihm unzweifelhaft auch in einer reicheren Saison gelungen wäre. Die Höchstklasse des Films und die Meisterleistung sämtlicher beiteiligter dadurch zu schmälern, dass beides von der Sommerkonkurrenz derart ausgeprägt einfach nicht geboten wurde, käme schließlich dem Pflanzen einer Rose auf einem Misthaufen gleich. Und Regisseur Neill Blomkamp sollte man nicht im Hinterkopf behalten, seinen Namen sollte man sich auf die Stirn meißeln.

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    komplette Review siehe: http://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&friendId=418824324&blogId=509592960
    Kino:
    Anonymer User
    4,0
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Hallo,

    der Bezug auf District 6 scheint mir plausibel. Das Viertel befand sich jedoch in Kapstadt, nicht in Joburg.

    Grüße
    Critics
    Critics

    8 Follower 38 Kritiken User folgen

    4,0
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Ein Science-fiction Film über Aliens hat man sicherlich schon oft gesehen. Von üblichen Ballerorgien wie "Independence Day" über kreativere Streifen wie "Contact" wirkt die Alienthematik mittlerweile doch eher ausgelutscht und verbraucht. Neill Blomkamp geht in seinem Werk jedoch andere Wege und schafft es tatsächlich, dem Sci-fi-Aliengenre wieder Leben einzuhauchen.



    Wilkus (Sharito Copley) leitet die Überwachung der Aliens auf der Erde, welche im sogenannten "District 9" eingesiedelt wurden, weil sie mehrere Jahre schon auf der Erde leben und ihr Mutterschiff über Johannesburg schwebt. Da sich keiner sicher ist, was die Aliens im Schilde führen, plant Wilkus die Umsiedelung in einen anderen District mit schärferen Sicherheitsmaßnahmen. Bei einem Einsatz jedoch wird Wilkus mit einer unbekannten Flüssigkeit infiziert und verwandelt sich etappenweise immer mehr in ein Alien. Da er nun von seinem gesamten Team gejadt wird, sucht er Unterschlupf in District 9 bei den Aliens und begreift so langsam, welche Absichten sie im Schilde führen. Koobus (David James) ist jedoch auf der Jagd nach ihm.



    Der Film von Produzent Peter Jackson geht schon gleich zu Beginn völlig neue und eigene Wege. Die Ereignisse, die sich in diesem District zutragen, werden in dokumentarischer Form erzählt, im Stile von Nachrichtensendungen oder Reportagen. Dieser Weg bietet sicherlich seinen Reiz, ist jedoch etwas zu lang geraten, gerade weil man dadurch keinen Zugang zu den Charakteren findet, sowie keine Spannung aufkommt - wie in Nachrichtensendungen eben. In der Mitte des Filmes schwenkt der Erzählstil dann deutlich hinsichtlich konventioneller Aspekte. Hier wird nur noch der Hauptprotagonist fokussiert. Gut, dass die Kamera so wirkt, als hätte ein Hobbyfilmer die Bilder eingefangen. Dies verleiht den Geschehnissen ein zusätzliches Gefühl von Realität, ähnlich wie in "Blair Witch Project" oder "Rec".



    Trotz der teils und gerade am Ende sehr actionreichen Szenen ist "District 9" weit mehr als ein Sci-fi Actionfilm. Gerade aufgrund der Tatsache, dass der Film mit einer dokumentarischen Erzählstruktur überrascht, ist es möglich, die filmischen Geschehnisse auf reale Gegebenheiten zu übertragen, gerade weil der Zuschauer selbst fast jeden Tag mit Nachrichten, Dokumentationen konfrontiert wird. So kann man durchaus einige typisch menschliche Verhaltensweisen, die der Film zwar nicht in den Vordergrund rückt, erkennen und durchaus Parallelen zum aktuellen Geschehen in der Welt herstellen. So zum Beispiel ist Terrorismus ein Thema im Film, wie auch der allgemeine Egoismus der Menschen, der oft Auseinandersetzungen nach sich zieht. So wird hier beispielsweise eine Terrororganisation vorgestellt, die von den Außerirdischen profitieren, sowie der Größenwahn der Menschen, die unbedingt an den Kreaturen forschen wollen und sie daher für grausame Experimente mißbrauchen. Der Krieg, der im Laufe des Filmes ausbricht, wäre also durchaus zu verhindern gewesen, da die Aliens schließlich nur "nach Hause wollen", der Mensch dies aber durch die genannten Faktoren verhindern will. Ansätze, die den Zuschauer zum Nachdenken anregen sollen, hat der Film durchaus, leider werden diese durch die im Laufe des Filmes stark zunehmende Action größtenteils in den Hintergrund gerückt - eigentlich schade!



    Während anfangs die Charaktere gerade durch die ungewöhnliche Erzählstruktur erstaunlich blass daherkommen, wandelt sich dies im Laufe des Filmes. Der Hauptprotagonist, der um das nackte Überleben kämpft, mutiert vom Feigling zum Held und entdeckt, dass die, die er anfangs bekämpft, eigentlich nicht die wahren Feinde sind. Auch die Aliens haben durchaus eine Persönlichkeit. Gerade die kleine Familie, bestehend aus Vater und Sohn, bei der Wilkus nach seiner Flucht unterkommt, wächst einem stetig ans Herz, was dem Film wiederum eine unglaubliche Spannung verleiht, da sie fortan Seite an Seite kämpfen. Doch trotz der dann doch recht tiefgehenden Charaktere wirkt es so, als sei Regisseur Neill Blomkamp etwas unentschlossen, was er nun eigentlich für einen Film drehen will: einen mit Anspruch und tiefgehenden Charakteren oder einen Actionreißer, in dem Aliens gegen Menschen kämpfen - diese Unentschlossenheit bekommt man nicht nur hinsichtlich der Charaktere zu spüren, sondern auch - wie erwähnt - im allgemeinen teils sehr konträr wirkenden Handlungsverlauf. Dies kann durchaus dazu führen, dass weder die anspruchsvollen Gemüter, wie auch die Actionpuristen vollständig zufriedengestellt werden, da in keines dieser Genre vollkommen ausgereizt werden.



    Etwas ärgerlich sind die doch recht oft auftretenden Logiklücken, die in einem Film dieser Art einfach deplaziert wirken. So ist es den Menschen möglich, ohne Einschränkungen mit den Außerirdischen zu kommunizieren, der Hauptprotagonist setzt sich so ca. im letzten Drittel des Filmes in ein Raumschiff der Außerirdischen und kann es sofort fliegen. An manchen Stellen wirkt der Handlungsverlauf daher doch etwas zu konstruiert.



    Fazit: "District 9" geht neue Wege, überrascht durch eine überraschend intelligente Story und fesselt abgesehen vom recht lahmen Anfang bis zum Schluss. Experiment geglückt! Trotz kleinerer Schwächen ein absolut sehenswerter Film!
    Cesper
    Cesper

    6 Follower 22 Kritiken User folgen

    4,5
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Die rund 2 Millionen Außerirdischen, die vor 20 Jahren in Johannisburg gestrandet sind und in einer Art Getto am Stadtrand leben sollen nach Anwohnerbeschwerden umgesiedelt werden. Damit aber alles bürokratisch seine Ordnung hat, wird der etwas trottelige Hauptdarsteller losgeschickt, um sich von jedem einzelnen der Aliens die schriftliche Einverständniserklärung zu holen. Nun geht er also los, begleitet von schwer bewaffneten Sicherheisleuten und fängt an, an die Türen der Blechtüren zu klopfen... Ihr merkt schon: Wer einen typischen Hollywood-Schinken mit vorhersehbarer Handlung und altbekanntem Ablauf sehen möchte, der ist hier ganz falsch. Sicher: Das UFO sieht aus wie bei INDEPENDENCE DAY, die Aliens errinern an PREDATOR, einige Szenen könnten auch aus TRANSFORMERS stammen. Aber so eine verrückte Handlung, die lustig, spannend und rührend zugleich ist, habe ich noch selten gesehen! Also auf ins Kino!
    AmabaX
    AmabaX

    189 Follower 328 Kritiken User folgen

    4,0
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Habe den Film im Kino gesehen und die Effekte sind auch für einen vergleichsweise billigen Film echt gelungen. Die Story ist gut und spiegelt unsere Gesellschaft wieder . Auf jeden Fall einer der Überraschungshits des Jahres.
    Chico-X
    Chico-X

    2 Follower 15 Kritiken User folgen

    4,0
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Als ich den Trailer gesehen habe wusste ich das ich den Film gucken muss.

    Also hatte ich große Erwartungen. Das Ergebniss lässt sich sehen aber hätte auch mehr sein können.

    Der Film ist gut besetzt jeder der Schauspieler macht eine solide Arbeit. Die Effekte sind einfach perfekt. Was aber am besten am Film ist ist das es wirklich so aussieht als ob das wirklich geschehen ist.

    Schade ist das man am ende nur auf Action gesetzt hat, was schade ist da der Film interessant anfängt. Meiner Meinung nach hätte der Film eine FSK am 18 bekommen müssen da wirklich viele Köpfe zerfetzt werden.

    Fazit: der Film ist für ein Debüt gut gelungen. Sehen sollte man Film auf jeden Fall.

    Alphaomegus
    Alphaomegus

    5 Follower 27 Kritiken User folgen

    2,5
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Es ist schon ein Weile her das ein guter Scifi Film in den Kinos zu sehen war und es wird wohl noch ein weilchen länger dauern.



    Zum Film:



    Aliens landen mit ihrem Mutterschiff auf der Erde. Da zzur Zeit kein Platz ist für die Millionen illegalen intergalaktischen Einwanderer werden sie kurzerhand nach Südafrika verlegt.

    Dort bilden sich sofort Camps (man könnte auch Konzentrationslager sagen) und innerhalb weniger Jahre entsteht sowas wie eine neue Unterschicht in der Bevölkerung. Diese benötigt logischeweise strenge Überwachung und so folgen wir einem einfachen Controlleur der nach illegalen Waffen/Substanzen sucht.

    Soweit zur Ausgangssituation.

    Die Story steckt so voller Logikfehler das mir innerhalb kürzester Zeit 100 Fragen dazu einfielen.

    Warum verwenden die Aliens nicht ihre Superwaffen um sich zu verteidigen oder anzugreifen, Oder warum fliegen die nicht einfach zu einem anderen Planeten, wieso helfen die Aliens im Mutterschiff nicht denen auf der Erde....schwebt das ding etwa leerstehend über Johannesburg??



    Naja wenn man das mal ignoriert bleibt eine Wackelkamera die Cloverfield alle Ehre macht. Special Effekte kommen erst in den letzten 30 Minuten zum Einsatz. Bis dahin hat man das Gefühl bei Kabel1 Ordnugshüter räumen auf zuzuschauen.



    Die Schauspielerische Leistung ist schon nicht schlecht, was auch zu erwarten ist bei nur einem Menschen in der Hauptrolle.



    Wer Aliens und Action oder eine packende Überlebenstory der Menschheit erwartet ist hier falsch.
    aliman91
    aliman91

    11 Follower 39 Kritiken User folgen

    4,5
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    Der Film hat mich allein schon deswegen interessiert weil eine völlig andere Kameraführung als gewöhnlich gezeigt wurde.

    Es gab zwar öffter haarausreissend dumme Aktionen die von jeder menschlichen Logik und Moral abdriftet was aber trotzdem den Film nicht schlecht dastehen lasst.

    Sollte man sich ansehen!!!!!!
    Kino:
    Anonymer User
    1,5
    Veröffentlicht am 25. Februar 2010
    ...doch erst etwas zu dem Film an sich. Alles in allem ist es ein guter Kinofilm der die Diskriminierung und Ausgrenzung fremder Lebewesen zeigt. Tricktechnisch auf hohem Niveau und Langeweile kommt auch nicht auf.

    Doch was mich an diesem Film rasend vor Wut und Trauer gemacht hat war die Darstellung der schwarzen Bevölkerung Südafrikas. Sie werden als kriminelle, minder bemittelte Vollidioten dargestellt, die krumme, nur aus Profitgier betriebende Geschäfte mit den Außerirdischen betreiben und deren Körperteile essen, weil sie glauben, so selbst die Alien-Waffen benutzen zu können.

    Solche rassistischen Ideologien gehören in solchen Filmen verboten!!!

    Deswegen von mir nur 3 Sterne.
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