Baz Luhrmann widmet sich erneut dem Thema seines Films von 2022 und erzählt ausschließlich über neu aufgetauchtes Archivmaterial aus den frühen Tagen von Elvis Presley in Las Vegas. Die Aufnahmen zeigen den Beginn seiner Auftritte im Jahr 1969, die ursprünglich nur für wenige Wochen im Hotel vorgesehen waren, sich jedoch über Jahre hinweg fortsetzten. Der Film kombiniert Szenen aus Proben, in denen Presley konzentriert arbeitet und sich entspannt zeigt, mit Mitschnitten seiner Bühnenmomente in der Spielmetropole. So entsteht ein Bild des Künstlers während einer Phase, in der sein Aufenthalt in Las Vegas unerwartet zu einem zentralen Kapitel seiner Karriere wurde.
Schon das Universal-Logo deutet an, was da gleich auf uns zukommt: Nicht klassisch dezent erscheint der Schriftzug vor der stilisierten Erdkugel, sondern grell leuchtend, dazu mit glitzernden Diamanten besetzt. Bling-Bling ist schließlich nicht umsonst das Markenzeichen der Filme von Baz Luhrmann, der mit „Romeo + Julia“ und „Moulin Rouge“ berühmt wurde und in Elvis Presley schließlich die ultimative Projektionsfigur für seine Faszination für Oberflächenreize, Pathos und Camp fand: Sein aufwändiges Biopic „Elvis“ machte vor vier Jahren Austin Butler endgültig zum Star! Aus dem für seinen Spielfilm zusammengetragenen Recherchematerial hat Luhrmann nun mit „EPiC: Elvis Presley in Concert“ zudem noch einen Konzertfilm geformt, der weniger einer Dokumentation als einer Hagiografie gleichkommt. Zwischentöne oder gar Kritik am King sollte man in diesen 90 Minuten nicht erwarten. Aber warum auc
War heute im Film und darf behaupten: einfach super, in jeder Beziehung! Wer also etwas für Elvis übrig hat oder einfach nur mal sehen will, was einen wirklichen Superstar ausmacht, der gucke sich, wenn irgendwo noch möglich, unbedingt diesen Film an. Einfach nur Klasse, wie Luhrmann das alles zusammengetragen und geschnitten hat. Und man muss kein Fan sein, um das alles einfach nur grandios zu finden.
Und alle Möchtegerns sollen bitte sanft ...
Mehr erfahren
“EPiC: Elvis Presley in Concert” hat eine Altersfreigabe ab 6 Jahren bekommen. Das bedeutet, dass nur Personen, die mindestens 6 Jahre alt sind, den Film im Kino sehen dürfen. Kinder unter 6 Jahren dürfen selbst in Begleitung von älteren Personen oder Erziehungsberechtigten den Film laut FSK nicht im Kino sehen.
Vom Elvis-Spielfilm zur Elvis-Doku
„EPiC: Elvis Presley in Concert“-Regisseur Baz Luhrmann führte zuvor auch Regie beim biographischen Drama „Elvis“ (2022) mit Austin Butler in der Rolle des King of Rock 'n' Roll. Auf die Idee zur Doku kam Luhrmann übrigens als er unveröffentlichtes Archivmaterial des legendären Sängers für die Verwendung in seinem Spielfilm durchforstete.
Nie gesehene Aufnahmen aus den Dreharbeiten zu alten Elvis-Konzertfilmen
Der Grundstock für Baz Luhrmanns Dokumentation „EPiC: Elvis Presley in Concert“ bietet bis dato unveröffentlichtes Archivmaterial der Doku „Elvis: That's the Way It Is“ (1970) und dem Konzertfilm „Elvis on Tour“ (1972). In einem 2-jährigen Prozess musste in den meisten Fällen das in den Archiven von Warner Bros. entdeckte Material erst noch mit der passenden Tonspur synchronisiert und restauriert werden.